Doogee BL12000 Pro im Test

Der hierzulande eher unbekannte chinesische Smartphone-Hersteller Doogee versucht mit Nischenproduten die Aufmerksamkeit am europäischen Markt zu bekommen. In einem vorangegangen Test haben wir schon das Outdoor-Smartphone S30 testen können. Diesmal sehen wir uns das Akku-Monster BL12000 Pro an, welches mit einem 12000mAh-Akku eher an eine Powerbank erinnert, als an ein Smartphone. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

tl;dr: Das Doogee BL12000 Pro ist ein Schwergewicht und damit sicherlich für viele nicht besonders attraktiv. Ärgerlich sind die falschen Angaben bei Akku und Kamera. Zwar kann der Akku trotzdem überzeugen, jedoch wird die Mobilität doch ziemlich eingeschränkt dadurch. Die restliche Verarbeitung und Ausstattung gehen in Ordnung für diese Preisklasse (~ 300€). Trotzdem wird es dieses Gerät, im wahrsten Sinne des Wortes, schwer haben viele Fans zu finden.

Lieferumfang

Einige kleine Überraschungen sind in der schwarzen Verpackung zu finden: Micro-USB-Kabel, Quick Charge (3.0)-Ladegerät, OTG-Kabel, Bedienungsanleitung, SIM-Tool, Schutzhülle, zwei Displayschutzfolien mit Microfasertüchern und eine Silikon-Schutzhülle. Vor allem letztere sind keine Selbstverständlichkeit und damit umso erfreulicher.

Design und Verarbeitung

Das BL12000 Pro – in blau und schwarz erhältlich – bringt mit Hülle stolze 335g (mit beigelegter Silikon-Hülle) auf die Waage. Das macht sich natürlich auch bei den Dimensionen bemerkbar: 162×74.7×14.6mm. Damit erinnert das BL12000 Pro eher an eine Powerbank als an ein Smartphone. Zum Vergleich: Ein Tablet, wie z.B. das aktuelle Apple iPad, wiegt nur rund 100g mehr.

Durch dieses schwere und klobige Design in Verbindung mit rutschigen Materialien (Aluminium, Glas und Kunststoff) wird das Halten und Navigieren schnell sehr anstrengend. Erwähnenswert ist aber auch, dass das BL12000 Pro sich auch mit erheblichen Kraftaufwand nicht verbiegen lässt, auch kein Knarren oder Knarzen ist zu vernehmen.

Der Fingerprint-Reader auf der Rückseite ist dagegen optimal positioniert, sehr leicht ertastbar und damit auch im Alltagsbetrieb sehr angenehm zu benutzen. Die Entsperrgeschwindigkeit ist durchwegs flott, die Erkennungsrate hoch – nur aktuelle Flaggschiffe sind da zuverlässiger und schneller.

Erfreulicherweise ist ein Audio-Klinkenanschluss auf der Oberseite zu finden, nicht mehr so selbstverständlich im Jahr 2018. Praktischerweise gibt es auch eine Benachrichtungungs-LED, die dank Leuchtstärke zu überzeugen vermag.

Etwas enttäuschend, wenn auch weniger überraschend in dieser Preisklasse, ist die Tatsache, dass kein USB-Anschluss des Typs C verbaut wurde. Die Lautsprecher auf der unteren Seite können sehr laut werden, aber durch die Positionierung leider auch sehr leicht verdeckt werden.

Detaillierte Spezifikationen

OS Android 7.1
Display 6.0″, 2160×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS, kapazitiver Touchscreen
Kamera hinten 16.0MP, f/​2.0, Phasenvergleich-AF, Dual-LED-Blitz (Hauptkamera); 0.3MP, Tiefenschärfe (Zweitkamera)
Kamera vorne 16.0MP (Hauptkamera); 8.0MP, Weitwinkelobjektiv (Zweitkamera)
Schnittstellen Micro-USB-B 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n, Bluetooth 4.0
Sensoren Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Lichtsensor, Fingerabdrucksensor (hinten)
CPU 4x 2.30GHz Cortex-A53 + 4x 1.65GHz Cortex-A53 (Mediatek MT6763T Helio P23, 64bit)
GPU Mali-G71 MP2
RAM 6GB
Speicher 128GB, microSD-Slot (shared, bis 256GB)
Navigation A-GPS
Netze GSM (850/​900/​1800/​1900), UMTS (900/​2100), LTE (B1/​B3/​B7/​B8/​B20)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Bandbreite (Download/Upload) 300Mbps/​100Mbps (LTE)
Akku 12000mAh, fest verbaut
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Kunststoff (Rückseite), Metall (Rahmen)
Abmessungen 162×74.7x14mm
Gewicht 313g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, Quick Charge (max. 36W)

Display

Sehr leuchtstark und mit realistischer Farbwiedergabe präsentiert sich das 6-Zoll-FHD-Plus-Display im 18:9-Format. Das sorgt auch für gute Les- und Bedienbarkeit auch im Freien bei Tageslicht. 5-Touch-Fingereingaben werden zuverlässig erkannt.

Auf der Vor- und der Rückseite sind werkseitig auch Schutzfolien angebracht. Zieht man aber die Displayschutzfolie auf der Vorderseite ab, so offenbart sich leider eine sehr spiegelnde und etwas widerspenstige Displaybeschichtung, die das smartphonetypische Wischen doch eher erschwert. Die Rückseite wiederum ist dann doch aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das trübt die Verarbeitungsqualität.

Software, Features und Performance

Android in der Version 7.1 ist auf dem Gerät installiert, Sicherheitspatch Jänner 2018. Mit Updates sollte man allerdings nicht rechnen, da die meisten Smartphones aus China hier keinerlei Anstalten machen, das Betriebssystem aktuell zu halten. Zwar lässt sich zwar die Sprache des Systems auf Deutsch stellen, jedoch finden sich zahlreiche Übersetzungsfehler bzw. überhaupt nicht übersetzte Texte.

Allgemein lässt sich die Performance als durchschnittlich bis gut bezeichnen. Gelegentlich gibt es kurze Nachdenkpausen beim Öffnen von Apps und Mikro-Ruckler gehören auch zum Alltag. Aber trotzdem kommt man im Alltag gut zurecht, wenn man auf grafikintensive Spiele verzichtet.

Die Standorterfassung über GPS funktioniert dagegen reibungslos.

Ein paar zusätzliche Software-Features sind auch mit dabei. Dabei erweisen sich vor allem die detaillierten Änderungsmöglichkeiten bei der Farbtemperatur als hilfreich. Hier kann man sich das etwas kühlblau eingestellte Display nach Belieben einstellen.

Auch die „Gestures“ sind praktisch, Screenshots mit einer 3-Finger-Wischbewegung nach unten könnten mehr Smartphones vertragen.

Kamera

Wer glaubt hier ein modernes Dual-Kamera-System zu bekommen, der wird gleich auf mehreren Ebenen enttäuscht. Denn es ist nur eine Kamera verbaut, die andere ist eine Attrappe. Damit gibt es keinen optischen Zoom oder ähnliches. Der 16MP-Sensor verfügt auch über keine optische Bildstabilisierung, die elektronische Stabilisierung funktioniert mehr schlecht als recht.

Die Frontkamera dagegen besitzt wirklich zwei Sensoren. Die erste Kamera löst mit 16MP auf. Der zweite Sensor hat zwar nur noch 8MP, dafür wird in einen Weitwinkelmodus mit 133° umgeschaltet, der aber auch einen sichtbaren „Fisheye“-Effekt mit sich bringt.

Trotz dieser Tricksereien lassen sich brauchbare Fotos über die Kameras schießen. Gerade bei guten Lichtverhältnissen und einer ruhigen Hand können gute Ergebnisse erzielt werden. Mit den Kameras von aktuellen Top-Smartphones kann das BL12000 Pro allerdings nicht mithalten.

Als Vergleichskamera wurde die des Google Pixel 2 hinzugezogen

Links: Doogee BL12000 Pro | Rechts: Google Pixel 2

Akkulaufzeit

Die Hauptattraktion, der 12.000mAh-Akku, ist leider auch eine Mogelpackung. Wie die Kollegen von chinahandys.net und chinamobilemag.de feststellen mussten, handelt es sich entgegen den offiziellen Angaben (und auch in der Namensgebung) um einen 10.000mAh-Akku. Vertrauensbildene Maßnahmen sehen anders aus.

Nichtsdestoweniger sind lange Standby-Zeiten oder lange Video-Sessions trotzdem möglich. In einem Testlauf war es möglich mit moderater, täglicher Nutzung 9 Tage mit einer Akkuladung durchzukommen.

Zudem sind die Ladezeiten dank mitgelieferten Quick Charge 3.0-Netzteils verhältnismäßig kurz. In knapp 3,5 Stunden war der Akku vollständig geladen.

Fazit

Das Schwergewicht BL12000 Pro ist ein ambitioniertes Smartphone, das bewusst eine Nische besetzen will. Wer, aus welchen Gründen auch immer, auf eine lange und zuverlässige Akkuleistung angewiesen ist, dem liefert Doogee das passende Smartphone. Zwar sind die vollmundigen Angaben zur Akkuleistung wohl nicht ganz korrekt, trotzdem kann man schwer über die lange Standby-Zeit meckern. Ärgerlicher ist da defintiv die schwache Rückkamera, die nicht ansatzweise das hält, was sie verspricht (DUAL-Kamera) und durchaus bewusst zu täuschen versucht.

Aber die Lade-Funktion mittels USB-OTG-Adapter, die solide Performance und das leuchtstarke und blickwinkelstabile Display können dennoch überzeugen. Für rund 300€ ist das Gesamtpaket also nicht schlecht und dank Powerbank-Feature besitzt das BL 12000 Pro auch ein Alleinstellungsmerkmal – ob das aber reicht um willige Käufer anzusprechen, bleibt fraglich.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 26. Juli 16:59 möglich. 

Hinweis: Doogee war so freundlich, uns für für die Verlosung und für den Test jeweils ein BL12000 Pro zur Verfügung zu stellen.

Geizhals.at und durchblicker.at kooperieren bei Handy-Tarifvergleich

Gemeinsam durch den Handy-Tarif-Dschungel

Meistens ist es keine leichte Entscheidung: Das neue Smartphone mit Vertrag beim Mobilfunkbetriber vermeintlich günstig bekommen oder doch selbst kaufen mit einem SIM-Only-Tarif. Doch wo spart man wirklich Geld? Dieser Frage haben wir uns gemeinsam mit dem beliebten Tarifvergleichsportal durchblicker.at angenommen und liefern die transparente und einfache Lösung.

Mit dem neuen, erweiterten Handytarifvergleich von geizhals.at und durchblicker.at kann man somit ab sofort tagesaktuell Preise für Smartphones mit und ohne Vertrag vergleichen. Damit bietet dieser umfassende Mobilfunk-Vergleich in Österreich tagesaktuelle Preis-Informationen zu über 130 Smartphone-Modellen und mehr als 2,5 Millionen Handy-Tarif-Kombinationen.

Über 200 Euro Ersparnis bei iPhone X und Samsung Galaxy S9

Der erweiterte Vergleich zeigt: Bei 10 aktuellen Smartphones fahren Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) derzeit mit SIM-Only-Tarif und vertragslosem Handy am günstigsten. Die jeweilige Ersparnis beträgt über eine Laufzeit von 24 Monaten bis zu 290 Euro.

Das aktuell günstigste Vertragsangebot für das iPhone X (64 GB) für Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) kommt derzeit auf monatliche Effektivkosten von 66,60 Euro. Der günstigste Händler bietet das iPhone X derzeit (Stand 23.04) um 998 Euro an. Kombiniert mit einem für Power-User attraktiven SIM-Only-Tarif um 15 Euro pro Monat ergibt dies hochgerechnet auf 24 Monate Effektivkosten von 57 Euro pro Monat. Damit ist die SIM-Only-Variante über eine 24 monatige Laufzeit um mehr als 230 Euro günstiger als ein Vertragshandy.

Ähnlich ist die Situation beim neuen Samsung Galaxy S9, das seit März am Markt ist: Die Mobilfunker bieten das S9 für Power-User ab effektiv 52,58 Euro pro Monat an. Ein vertragsloses Handy selbst zu erwerben und mit einem SIM-Only-Tarif zu kombinieren bringt in diesem Fall eine Ersparnis von rund 9 Euro pro Monat oder 205 Euro über die Laufzeit.

 

In den monatlichen Effektivkosten sind alle einmaligen und laufenden Kosten anteilig enthalten, die über den Zeitraum von 24 Monaten anfallen. Dazu zählen gestützter Gerätepreis, Aktivierungsgebühren, Servicepauschale und monatliche Grund- bzw. Paketgebühren. Automatisch abgezogen werden Vergünstigungen durch Marketing-Aktionen oder den Kauf im Webshop des jeweiligen Anbieters.

Der erweiterte Tarifvergleich ist ab sofort online verfügbar unter:

https://durchblicker.at/handy-mit-tarif

Doogee S30 im Härtetest

Outdoor-Smartphones fristen ein Nischendasein. Kaum ein namhafter Hersteller hat noch wirklich robuste Smartphones in seinem Portfolio. Es gibt auf den ersten Blick auch kaum einen Grund dafür: Wer sein Smartphone outdoortauglich machen will, kann das meistens mit robusten Schutzhüllen bewerkstelligen. Der in Europa relativ unbekannte chinesische Hersteller Doogee will mit seinem S30 Smartphone diese Nische ausfüllen. „The Rugged Beauty“ ist der Beiname – ob dieser gerechtfertigt ist, soll der folgende Test zeigen.

tl;dr: Das Doogee S30 wird wohl in den wenigsten Fällen das eigene Smartphone ersetzen. Zu klobig, zu schlecht die Kamera, zu stark die Konkurrenz in ähnlichen Preissegmenten. Trotzdem sollten gerade Abenteuerlustige dieses Smartphone als Zweitgerät in Erwägung ziehen. Denn für rund 130€ bekommt man ein höchst widerstandsfähiges Smartphone mit langer Akkulaufzeit und brauchbarer Multimedialeistung.

Lieferumfang

In der schlichten, schwarzen Verpackung befindet sich die erwartbare Ausstattung: Micro-USB-Kabel, Ladegerät, OTG-Kabel, Anleitung und ein Schraubenzieher. Betrachtet man den Preis von rund 130€, kann die Ausstattung durchaus überzeugen.

Design und Verarbeitung

Mit den Abmessungen 156x77x14mm und einem Gewicht von 264g ist das S30 ein ziemlich klobiges Schwergewicht. Die Rückseite ist mit Kevlar-Faser überzogen und die seitlichen Ränder mit einem vergrößerten Metallrahmen, der Stürze besser abfangen soll

Zudem ist das Display leicht eingelassen, damit sollen Kratzer am Display vermieden werden. Das Tastenfeedback der physischen Front-Tasten ist knackig, wohingegen die seitlichen Tasten sich nur leider etwas schwammig drücken lassen. Das betrifft auch den farblich hervorgehobenen SOS-Button.

Auch die seitliche Positionierung des Fingerabdruckscanners kann im alltäglichen Gebrauch stören, da dieser oft beim Aufheben des Geräts unabsichtlich ausgelöst wird. Das führt leider auch dazu, dass diese Funktion gesperrt wird, da man mit dem falschen Finger ankommt. Zudem könnte die Erkennungsrate auch etwas höher ausfallen.

Der Mono-Frontlautsprecher befindet sich – eher ungewöhnlich – direkt unter dem 5″-Display hinter einem Mesh-Gitter. Wie in der Preisklasse erwartbar, ist der Klang nicht der Rede wert und einfach nicht gut. Leider fehlt auch eine Benachrichtigungs-LED.

Alle Steckplätze und Anschlüsse sind wasserdicht nach IP68-Standard versiegelt. Das bedeutet allerdings auch, dass die zwei SIM-Karten-Steckplätze und der microSD-Karten-Slot hinter einer verschraubten Blende untergebracht wurden. Wer das S30 nicht als Hauptgerät, sondern nur als Zweitgerät für Ausflüge nutzen will, muss sich auf lästiges Schrauben gefasst machen. Zudem handelt es sich um sehr kleine TORX-Schrauben, der beigelegte Schraubenzieher sollte also nicht verlegt werden.

Detaillierte Spezifikationen

OS Android 7.0
Display 5.0″, 1280×720 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS, kapazitiver Touchscreen
Kamera hinten 8.0MP, f/​2.2, Kontrast-AF, LED-Blitz, Videos @720p/​30fps (Hauptkamera); 3.0MP (Zweitkamera)
Kamera vorne 5.0MP, f/​2.4
Schnittstellen Micro-USB-B 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11b/​g/​n, Bluetooth 4.0
Sensoren Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Lichtsensor, Fingerabdrucksensor (seitlich)
CPU 4x 1.30GHz Cortex-A53 (Mediatek MT6737V, 64bit)
GPU Mali-T720 MP2
RAM 2GB
Speicher 16GB, microSD-Slot (dediziert, bis 128GB)
Navigation A-GPS
Netze GSM (850/​900/​1800), UMTS (900/​2100), LTE (B1/​B3/​B7/​B8/​B20)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+
Bandbreite (Download/Upload) 150Mbps/​50Mbps (LTE)
Akku 5580mAh, fest verbaut
Standby-Zeit 720h
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Kunststoff (Rückseite), Metall (Rahmen)
Abmessungen 156.6×77.5x14mm
Gewicht 261g
SIM-Formfaktor Nano-SIM
Besonderheiten Dual-SIM, UKW-Radio, IP68-zertifiziert, Notruffunktion, Quick Charge (max. 10W)

Display

Das IPS-Display besitzt eine Diagonale von 5 Zoll und löst mit 1280×720 Pixel auf. Zwar kann das nicht mehr mit derzeitigen Mittelklasse- und High-End-Modellen mithalten, trotzdem wirkt die Darstellung am Bildschirm scharf und natürlich. Auch die Helligkeit und der Kontrast kann bei Tageslicht durchaus überzeugen. Zudem werden auch die Fingereingaben zuverlässig erkannt. Hier gibt sich das Display keinerlei Blöße.

Etwas unverständlicher wirkt hier die Entscheidung von Doogee seinem Outdoor-Gerät kein Gorilla Glass zu spendieren. Zumindest findet sich nichts in den offiziellen Spezifikationen dazu. Als Quasi-Ersatz ist eine Schutzfolie vorinstalliert, die vor allem Displaybrüchen vorbeugen soll. Denn kleinste Kratzer waren schon nach kurzem, normalen Gebrauch darauf zu sehen.

Software und Features

Das S30 wird ab Werk mit Android 7.0 ausgeliefert und die Google Play Services (Google Play Store, Google Maps, etc.) sind vorinstalliert – keine Selbstverständlchkeit bei günstigen Smartphones aus China. Mit einem Update auf die aktuelle Android-Version (8.0 Oreo) ist eher nicht zu rechnen, was bei dem günstigen Preis allerdings auch nicht verwundern sollte.

Deutsch lässt sich auch als Sprache einstellen, allerdings irritieren gelegentliche Formatierungsfehler und fehlende Übersetzungen etwas.

Die Performance ist dabei erfreulich gut: Das Smartphone reagiert in der Regel prompt auf Eingaben und gönnt sich keine allzu großen Nachdenkpausen beim Starten von Apps, auch wenn die Benchmarks anderes vermuten lassen würden. Klar sollte allerdings auch sein, dass dieses Gerät für aktuelle Spiele nicht genügend Power hat und man eher darauf verzichten sollte. Alltägliche Aufgaben werden aber zufriedenstellend erledigt.

Auch die GPS-Standorterfassung funktioniert rasch und zuverlässig. Damit kann man sich auch bei längeren Ausflügen und Wanderungen auf eine korrekte Routenberechnung verlassen.

Ein interessantes und nicht alltägliches Feature ist die implementierte SOS-Funktion. Der eigene SOS-Button an der Seite lässt sich in der Software vielseitig und individuell konfigurieren. Zum Beispiel können auf Knopfdruck automatisiert, vordefinierte Textnachrichten versendet, Rufnummern gewählt oder das LED-Licht aktiviert werden. Leider gibt es die Einstellungen nur auf Englisch.

Die Akkulaufzeit kann vollends überzeugen: Der 5580mAh-Akku kann sowohl mit langen Standby-Zeiten als auch im Alltagsgebrauch mehr als überzeugen. Mit einer vollen Akku-Ladung kann man durchaus ein Abenteuerwochenende verbringen, ohne sofort die nächste Steckdose oder Powerbank zu suchen. Praktisch!

Kamera

Auf der Rückseite befinden sich – voll im Trend – zwei Kamerasensoren. Wer sich dadurch Features wie Portrait-Modus oder ähnliches erwartet, der wird leider enttäuscht. Die 8MP- und 3MP-Sensoren bieten keinerlei Zusatzfeatures und bei den eher bescheidenen Endergebnissen stellt man sich eher die Frage, wozu überhaupt ein zweiter Sensor verbaut wurde bzw. was dieser überhaupt macht. Unscharfe Bilder mit wenig Kontrast und verwaschene Farben  sind oftmals das Resultat. Immerhin gibt es einen HDR-Modus, der die Bilder mit etwas mehr dynamic range ausstattet, solange man eine wirklich ruhige Hand und Geduld besitzt.

Bei schlechten Lichtverhältnissen kann der Autofokus auch mal komplett versagen und das Fotoschießen verkommt zum Geduldspiel. Wenig überraschend liefert die 5MP-Frontkamera ähnliche Ergebnisse und ist defintiv nichts für Selfie-Liebhaber.

Wasser- und Falltests

Die IP68-Zertifizierung war Doogee sogar so wichtig, dass man auf der Vorderseite des S30 eine entsprechende Beschriftung angebracht hat. Nach einem 30-minütigen Wasserbad versteht man auch warum: Das Smartphone hält, was es verspricht und funktioniert auch danach tadellos: Geführte Telefonate klangen weder verzerrt noch dumpf und sogar der Front-Lautsprecher gibt sich unbeeindruckt und tönt in derselben Lautstärke wie vor unserem Wassertest. Auch das anschließende Laden funktionierte problemlos. Hier machen sich die versiegelten Abdeckungen der Anschlüsse bezahlt.

Neben der Wasserfestigkeit wollten wir uns natürlich auch von der Robustheit überzeugen. Immerhin heißt es ja „The Rugged Beauty“. Dafür ließen wir das S30 aus drei verschiedenen Fallhöhen und verschiedenen Winkeln mehrere Male auf eine Steinplatte krachen. Wie sich das S30 dabei geschlagen hat, kann man in unserem Super Slow-Motion-Video (240fps) bestaunen.

Ein paar leichte Kratzer und Dellen, sowie ein leicht hervorstehender Teil des Rahmens – mehr konnten wir nicht feststellen. Damit kann sich das S30 wirklich von vielen anderen Smartphone Preisklassen abheben. Denn trotz dieser kleinen kosmetischen Schäden war das Smartphone voll einsatzbereit und weiterhin 100% wasserdicht. Beeindruckend.

Fazit

Das Doogee S30 kann in seiner Kerndisziplin wirklich beeindrucken. Diese enorme Widerstandsfähigkeit erlebt man selten bei einem Smartphone. Damit wird dieses günstige Gerät natürlich für Outdoor-Liebhaber interessant, die ihr teures High-End-Smartphone lieber nicht zum Wildwasser-Rafting mitnehmen wollen. Auch bei langen Wanderungen oder Touren als Navigationsgerät kann das S30 mit der langen Akkulaufzeit punkten.

Richtig ärgerlich waren eigentlich nur die schwachen Kameras und die Positionierung des Fingerabdrucksensors. Schade, denn mit einem besseren Abschneiden bei der Kamera könnte man die Zielgruppe vielleicht noch etwas erweitern. So bleibt es bei einem äußerst robusten und günstigen Zweitgerät für Abenteuerlustige.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 22. Februar 19:59 möglich.

 



Hinweis: Doogee war so freundlich uns für die Verlosung und den Test vier Doogee S30 zur Verfügung zu stellen.

 

 

Nintendo SNES Classic Mini im Test

Ein Nostalgie-Trip zurück in die 90er

1992 war ein bewegtes Jahr – das Rotkehlchen wurde zum Vogel des Jahres ernannt, Bill Clinton zum Präsidenten der USA gewählt und Nintendo veröffentlichte in Europa mit dem Super Nintendo Entertainment System (SNES) den lang erwarteten und extrem erfolgreichen Nachfolger zum NES. 25 Jahre später erschien letzte Woche das SNES in einer Miniaturausgabe namens SNES Classic Mini noch einmal – mit HDMI-Anschluss für moderne TV-Geräte und inklusive 21 vorinstallierten Spielen. Dass das Rotkehlchen seine Beliebtheitswerte besser halten konnte als Bill Clinton, wissen wir – doch wie steht es im Jahr 2017 um das SNES?

Nintendos Idee, eine klassische hauseigene Konsole im Mini-Format neu aufzulegen, ist nicht ganz neu. Bereits letztes Jahr sorgte die überraschende Ankündigung des NES Classic Mini bei Spielern weltweit für nostalgische Vorfreude. Zwar war die praktische Umsetzung der Idee von der Verarbeitung der Mini-Konsole bis zur Qualität der Emulation einwandfrei, doch Nintendo hatte viel zu wenig Exemplare produziert und der Frust bei den Spielern war groß. Nicht jeder konnte ein Exemplar erhalten und die Preise für das NES Classic Mini stiegen in absurde Höhen.

Nach dem großen Erfolg des NES Classic Mini war die Ankündigung des SNES Classic Mini keine große Überraschung mehr, sondern eher eine logische Konsequenz. Leider war das Kontingent der Erstauflage erneut zu gering bemessen und viele interessierte Spieler gingen am Erscheinungstag letzten Freitag leer aus. Wir haben von Nintendo ein Exemplar des SNES Classic Mini bekommen und genauer unter die Lupe genommen.

Die Konsole

Das SNES Classic Mini macht seinem Namen alle Ehre – die Konsole ist knapp 13.5cm lang, 11cm breit, 4cm hoch und wiegt dabei nicht einmal 200g. Wie beim Vorgänger sind auch ein HDMI-Kabel (ca. 145cm lang) für die Übertragung von Bild und Ton, sowie ein Micro USB-Kabel (ca. 140cm lang) für die Stromzufuhr im Lieferumfang enthalten.

Nach wie vor verzichtet Nintendo darauf, ein USB-Netzteil beizulegen – hier kann aber jedes handelsübliche USB-Netzteil, z.B. von einem Smartphone verwendet werden. Alternativ ist es in den meisten Fällen auch möglich, das USB-Kabel direkt in den USB-Anschluss des TV-Geräts zu stecken und die Konsole so mit Strom zu versorgen. Die HDMI- und USB-Anschlüsse sind hinten an der Konsole angebracht.

Anders als beim Vorgänger legt Nintendo dem SNES Classic Mini direkt zwei Controller bei – eine sinnvolle Entscheidung in Anbetracht der Tatsache, dass einige der 21 vorinstallierten Spiele zu zweit wesentlich mehr Spaß machen als alleine. Einer der häufigsten Kritikpunkte am NES Classic Mini wurde beseitigt, denn die Kabellänge der Controller liegt jetzt bei ca. 140cm, was sich in der Praxis als ausreichend, wenn auch nicht großzügig erweist. Die Anschlüsse für die beiden Controller liegen hinter einer ausziehbaren Blende an der Vorderseite der Konsole.

Die Konsole verfügt über zwei Funktionsschalter – links befindet sich der An-/Aus-Schalter und rechts die Reset-Taste, mit der man aus einem laufenden Spiel heraus jederzeit ins Menü der Konsole wechseln kann.

Das Menü

Mit jedem Start bootet das SNES Classic Mini in das Hauptmenü. Dort lässt sich entweder direkt eines der vorinstallierten Spiele starten, oder eine Reihe von Einstellungen festlegen. Die Einstellungsmöglichkeiten reichen von rein kosmetischer Natur bis hin zu Optionen für die Emulation der Spiele. So kann z.B. statt schlichten schwarzen Seitenbalken für das 4:3 Format auch ein farbiger Hintergrund gewählt werden oder der CRT-Filter aktiviert werden, der die optische Darstellung von Röhrenfernsehern imitiert. Alle Filter für die Darstellung der Emulationen funktionieren gut und es dürfte dem persönlichen Geschmack jedes Einzelnen überlassen sein, welche Einstellung die beste ist.

Neben den Einstellungsmöglichkeiten bietet das Menü auch noch Optionen für jedes einzelne Spiel. So lassen sich pro Spiel jederzeit individuelle Speicherstände anlegen, die einen sofortigen Wiedereinstieg unabhängig von Speicherpunkten im Spiel ermöglichen. Weiters ist es im Spiel jederzeit möglich, das Spielgeschehen zurück zu spulen und an einem beliebigen Punkt wieder aufzunehmen – so lassen sich z.B. schwierige Bosskämpfe so oft wie nötig wiederholen, ohne ein Game Over zu erreichen.

Das Menü des SNES Classic Mini ist gut gelungen, übersichtlich und obwohl die neue Rückspul-Funktion an Cheaten grenzt, dürfte sie die Nerven von vielen Spielern schonen. Leider hat Nintendo aber auch beim SNES Classic Mini die Bedienungsanleitungen für die einzelnen Spiele nicht mit auf die Konsole gepackt, sondern verweist im entsprechenden Menüpunkt auf eine Website, wo die Anleitungen angesehen werden können – der Vollständigkeit halber wäre es besser, wenn sich die Anleitungen auch direkt am Gerät befinden würden.

Die Spiele

Auf dem SNES Classic Mini sind 21 Spiele vorinstalliert, deren Auswahl Nintendo sehr gut getroffen hat. Neben zeitlosen Klassikern wie Super Mario World, Donkey Kong Country oder The Legend of Zelda: A Link to the Past sind auch Spiele wie EarthBound und Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars vertreten, die damals in Europa nicht veröffentlicht wurden. Mit Star Fox 2 legt Nintendo dem SNES Classic Mini auch ein Spiel bei, das bisher überhaupt nicht veröffentlicht wurde – man kann es spielen, sobald man ein Level in Star Fox absolviert hat. Es ist zwar nett, Star Fox 2 erstmals spielen zu können, doch Nintendos Entscheidung, das Spiel damals nicht zu veröffentlichen, war richtig – das Steuerkreuz des SNES-Controllers eignet sich einfach nicht gut für 3D-Ansichten und das Spielgeschehen ist allgemein extrem unübersichtlich.

Zwar wäre mehr immer besser, Geschmäcker sind verschieden und Nintendos Spieleauswahl für das SNES Classic Mini ist breit gefächert, doch hie und da wären Genre-Klassiker wie Chrono Trigger, Earthworm Jim oder Donkey Kong Country 2 und 3 noch wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz bietet das SNES Classic Mini eine Sammlung fast ausschließlich überragend guter Spiele, die jeder Spieler zumindest einmal gespielt haben sollte.

Das Fazit

Das SNES Classic Mini ist Nostalgie pur. Ich habe meine Kindheit mit dieser Konsole verbracht und der Großteil dieser Spiele ist sehr gut gealtert und auch heute noch perfekt spielbar. Nintendo hat einige Kritikpunkte am NES Classic Mini beseitigt, es liegen zwei Controller bei, die über eine Kabellänge verfügen, die diesen Begriff auch verdient und die Emulation funktioniert einwandfrei. Das Paket, das Nintendo mit dem SNES Classic Mini anbietet, garantiert Spielspaß ohne Ende – ganz egal, ob man die Spiele damals schon gespielt hat und nur nostalgische Erinnerungen aufleben lassen möchte oder die Spiele heute zum ersten Mal erlebt. Wer sich auch nur ansatzweise für Videospiele interessiert, sollte den Schritt wagen und sich auf dieses Stück Nostalgie einlassen.

Gewinnchance

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, aber an der schwierigen Liefersituation verzweifelt, der kann eine SNES Classic Mini gewinnen.

Die Teilnahme war bis zum 30. Oktober 16:59 möglich.



Hinweis: Nintendo Austria war so freundlich, uns für für die Verlosung die SNES Mini-Konsole zur Verfügung zu stellen.

 

Teilnahmebedingungen

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Ich weiß, was du diesen Sommer tun wirst…

Ein Aktivitäts-Tracker ist ein Gerät, das körperliche und sportliche Aktivitäten erfasst. Eine gute Idee. Ein Aktivitäts-Tracker ist ein Gerät, das diese körperlichen und sportlichen Aktivitäten aufzeichnet, sich merkt und sie uns mittels einer statistischen Zusammenfassung, entweder am Gerät selbst, oder auf unserem Smartphone/Computer unter die Nase hält. Prinzipiell eine gute Idee. Ein Aktivitäts-Tracker ist ein Gerät, das uns motivieren will, motivierter zu sein. Eine Idee.

Aktivitäts-Tracker messen Schritte, Geschwindigkeit, Distanz, Schwimmzüge und meistens auch die Herzfrequenz. Ebenso gibt es die Möglichkeit, sich Ziele zu setzen, vorausgesetzt man hat sportliche Ziele. So können wir uns tägliche Herausforderungen wie das Erreichen einer bestimmten Schrittanzahl (während dem Gehen), das Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit (während dem Laufen) oder das Erreichen einer bestimmten Herzfrequenz (während dem Leben) als Ziel setzen.

Besonders sportliche EndgerätenutzerInnen freuen sich über, und verwenden wahrscheinlich tatsächlich, Funktionen wie Körperfettmessung, Rundenzähler, Höhenmesser oder Kalorienverbrauchsmessung. Besonders unsportliche EndgerätenutzerInnen freuen sich über, und verwenden wahrscheinlich hauptsächlich, Funktionen wie die Uhrzeit-, Datum- und Kalenderanzeige.

Ein Aktivitäts-Tracker lässt sich mühelos in ein sportliches und in ein unsportliches Leben integrieren, schließlich muss man ihn nur am Körper tragen. Hin und wieder muss man ihn mit neuen Batterien versorgen oder an eine Stromquelle schließen. Aktivitäts-Tracker lassen sich als Armband, als Clip an der Kleidung oder als Fußfessel tragen. Die diversen Designs bedienen ebenfalls sportliche Stylebedürfnisse und modische Stilbedürfnisse.

 

  

Eine große Auswahl unterschiedlicher Ausführungen und bunter Varianten lassen darauf hoffen, dass wir alle irgendwann den perfekten Aktivitäts-Tracker finden. Meistens passiert das dann, wenn Mann oder Frau nicht damit rechnet. Genau das ist mir passiert. Vor kurzem bin ich eine Wochenendbeziehung mit einem schlanken, schwarz-grauen Aktivitäts-Tracker, der sich um mein unsportliches Handgelenk schlängelt, eingegangen und folgende Fragen kann ich beantworten:

Warum sollte man einen Aktivitäts-Tracker verwenden?

Adipositas.

 

Muss man sportlich sein um einen Aktivitäts-Tracker zu verwenden?

Nein. Mit einem Aktivitäts-Tracker kann man nämlich auch seinen Schlaf überwachen lassen.

 

Welche Funktionen sind mir während unserer gemeinsamen Zeit ans Herz gewachsen?

Von all den Funktionen (tägliche Wasser- und Kaffeeeinheiten, Benachrichtigungen bei Anrufen und Mitteilungen, Musiksteuerung), die mir angeboten wurden, habe ich die Schrittanzahl- und Distanzmessung am fleißigsten verwendet. Der Stufenzähler blieb konstant auf Null, da mir meine Infrastruktur Aufzüge und Rolltreppen schmackhaft machte. Geschmeckt habe ich in der kurzen Zeit auch unzählige Kalorien, die Messung des Verlusts erledigte mein Aktivitäts-Tracker. Dafür war meine Herzfrequenz, die ich manisch-minütlich messen ließ, immer im normalen Bereich. Winning!!

 

Was spricht für die Verwendung eines Aktivitäts-Trackers?

Abgesehen vom gesundheitlichen Nutzen, lässt sich ein Aktivitäts-Tracker in allen sportlichen Lebenslagen gut einbauen, besonders wenn man kompetitive Eigenschaften vorzuweisen hat. Der Aktivitäts-Tracker ist ein Egopusher und „ideal um Freundschaften zwischen Sportkollegen zu schließen.“ Dieser Satz stammt offensichtlich nicht von meiner Tastatur, denn meine Freunde liegen höchstwahrscheinlich gerade auf einem Sofa.

 

Was spricht gegen die Verwendung eines Aktivitäts-Trackers?

Während unserem gemeinsamen Wochenende sind mein Aktivitäts-Tracker und ich gemütlich auf dem Sofa gelegen. Plötzlich vibriert es an meinem Handgelenk. Der Inaktivitätsalarm hat angeschlagen und meint, dass ich mich schon zu lange nicht mehr bewegt habe. Ähnlich wie in einer menschlichen Beziehung sehe ich mich gezwungen schnell eine Ausrede zu erfinden. Jedoch reagiere ich ganz zwanglos mit einer kurzen Wischbewegung am Display und gebe so meinem sportlichen Egopusher zu verstehen, dass ich mich ganz sicher nicht mehr bewegen werde. Es kommt keine Widerrede, ich sinke zufrieden in das Sofa und unsere Beziehung ist gerettet.

 

Worauf ist zu achten, wenn ihr eine ernsthafte Beziehung mit einem Aktivitäts-Tracker eingehen wollt?

1.) Hör auf dein Herz

Wenn ihr euch für ein Gerät mit Herzfrequenzmessung entscheidet, ist es wichtig darauf zu achten, ob der Aktivitäts-Tracker über eine integrierte oder eine per Brustgurt bereitgestellte Herzfrequenzmessung verfügt. Ein Brustgurt ist nur bei manchen Geräten im Lieferumfang enthalten (Bundle).

 

2.) Ihr solltet euch verstehen

Der Großteil der Aktivitäts-Tracker kann sich mit einem Android- und einem iOS-Gerät verbinden. Die Kompatibilität im Vorhinein zu prüfen, kann jedoch vor Ärger schützen.

 

3.) Fifty Shades of Waterproof

Es ist durchaus praktisch, wenn der kleine Motivator am Hand- oder Fußgelenk wasserdicht ist, denn wasserfest ist nicht gleich wasserdicht. Mehr Informationen gibt es hier.

Abschließend kommt der ultimative Beziehungstipp: Traut euch! Es macht durchaus Spaß herauszufinden welcher Aktiviäts-Tracker zu einem passt. Der erste wird wahrscheinlich nicht der letzte sein. Ich warte immer noch auf die Alarmfunktion, die anspringt, wenn ich mich zu viel und zu schnell bewege. Das wäre mein Happy-End.

 

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