Spielzeug zu Weihnachten… nur welches?

Uns begegnen immer wieder Spielzeuge, bei denen wir in Versuchung geraten, sie auf die eigene Wunschliste zu setzen. Ein paar davon wollen wir euch hier vorstellen, da wir es schade finden, wenn sie zwischen den eh auch tollen Schleich-Figuren und Lego-Sets unbemerkt bleiben.

Funko Pop

In der Geizhals Spielzeug-Redaktion beginnt die Weihnachtsvorfreude dieses Jahr mit dem Erscheinen der Funko Pop Holiday Edition. Die Aufregung ist umso größer, wenn es sich dabei um Exemplare der Dauerbrenner aus dem Marvel- oder Star Wars-Universum handelt.

Was gibt es Weihnachtlicheres als einen mit Ornamenten dekorierten Groot, den gar nicht so fröhlichen Darth Vader mit Zuckerstange oder Spiderman im Weihnachtspullover? Damit ist die Frage der Dekoration dann wohl geklärt.

Quer durchs Jahr begegnen uns immer wieder Spielsachen, die uns wehmütig werden lassen. Ist man wirklich schon zu alt um damit zu spielen? Aber das Problem ist schnell gelöst, denn zum Glück gibt es ja immer Kinder die beschenkt werden wollen. Somit kann man entweder vorher heimlich testen oder nach dem Auspacken mitspielen. Natürlich nur den Kindern zuliebe.

Intelligente Knete

Aktuell „schenke“ ich gerade die „Ektoplasma“ Version der „Intelligenten Knete“ – als Ghostbusters-Fan kann es nur diese geben. Sie ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet, denn obwohl BPA-frei sollte sie natürlich nicht gegessen werden. Zu einer Kugel geformt, springt sie wie ein Flummi und im Dunkeln leuchtet sie grünlich. Man kann sie sowohl mit einer raschen Bewegung zerreißen als auch langsam in die Länge ziehen.

Die Konsistenz der Knete ist ansprechend und neben dem meditativen Beobachten wie sich die Masse wieder in Richtung Schwerkraft bewegt, kann man sie auch herrlich statt eines Anti-Stress Balls verwenden. Andere Versionen können etwa die Farbe wechseln oder sind magnetisch. Wenn einem selber nichts mehr einfällt, kann man sich Anregungen für weitere Anwendungen auf der Herstellerwebsite holen. Und irgendwann schenke ich sie dann auch bestimmt wirklich weiter.

Insektensauger

Bei dem Insektensauger aus der Haba – Terra Kids Reihe stellt sich das Problem des zu hohen Alters erst gar nicht. Spinnen gibt es schließlich immer und überall zu entfernen. Mit den unterschiedlichen Saugstufen des Geräts sollte man wohl alles erwischen können. Mehr Karmapunkte als den Staubsauger zu holen, bringt es allemal. Empathiefähigkeit und ein wenig koordinatorisches Geschick sollten die Kinder mit Forscherdrang wohl bereits mitbringen, damit auch alle Beine bleiben, wo sie hingehören.

Das vorausgesetzt, scheint der Insektensauger eine witzige Variante zu sein, um alles was in der Wiese kreucht und fleucht und näher begutachtet werden will, aufzusammeln. Dazu passend gibt es eine einzelne Becherlupe (mit Kunststoffspinne) oder auch ein Lupen-Karussel mit 6 kleinen Behältern und drehbarer Lupe, um die Tiere vorübergehend aufzubewahren. Es wird den Eltern wohl auch lieber sein, die Insekten-Gäste sicher verwahrt zu wissen so lange sie sich im Haus befinden.

Schnitz-Set

Ins Auge gestochen ist uns auch das Schnitz-Set, ebenfalls von Haba. Um das handwerkliche Geschick und auch Selbstvertrauen zu fördern, ist das sicher eine tolle Sache. Aus den Holzrohlingen etwas selbst zu schnitzen und sich dabei mit „Erwachsenen-Werkzeugen” vertraut machen, wäre für Kinder ab 7 Jahren eine interessante Idee. Hier ist ein 15-teiliges Set bestehend aus Sägen, Messern, Schleifsteinen und Holzrohlingen zusammengestellt.

Mit Taschenmessern an Hölzern herum schnitzen und der ewige Versuch Juckpulver herzustellen, hat aus uns baumkletternde Abenteurer gemacht. Durch das Set und diverse erhältliche Rohlinge in Tierformen kann man das auch gemeinsam mit den Kindern bei Schlechtwetter in der Wohnungen ausleben. Noch mehr Spaß macht es sicher beim Spaziergang im Wald und vielleicht dient es ja der Motivation, um eine etwas längere Strecke mitzumachen.

Die große Baubox – Abenteuer Elektro- & Solar-Rennflitzer

Auch im Themenbereich Lernen und Experimentieren gibt es immer wieder erstaunliche Produkte zur Auswahl. Spielsachen, die die Neugier wecken und einen Lerneffekt haben, müssen nicht zwangsläufig fad und altbacken sein. Die besten Beispiele sind Experimentierkästen. Mit der Großen Baubox Abenteuer Elektro- & Solar Rennflitzer (ab 8 Jahren) vom Franzis Verlag lassen sich Autos bauen und dabei mechanische Zusammenhänge begreifen. Das Galileo – 100 Experimente für die Wissenschaft Set (ab 8 Jahren) von Clementoni ermöglicht es chemische Experimente durchzuführen und dabei mit Pipetten zu hantieren. Die Themenvielfalt ist gegeben.

Die Idee der Box Der kleine Hacker- Strom aus Obst und Gemüse (ab 8 Jahren, Franzis Verlag) ist bei uns ebenfalls im Gedächtnis geblieben. Das Gemüse ist natürlich nicht in der Box und um ein Smartphone zu laden, wird es wohl nicht genügen eine Karotte anzuzapfen, aber womöglich schmeckt das selber mit den Klemmen „erstochene“ Gemüse dann aber besser, wenn es danach auf dem Teller liegt. So viel Jagdinstinkt darf sein.

La-La-Lama Lounge Lama mit Lautsprecher und LED

Den großen Lama-Augen dieses Kuscheltiers von Nici (ab 3 Jahren) kann man schwer widerstehen. Und weil es in den Kinderzimmern ja heutzutage elektronisch zugeht, trägt es einen Bluetooth-Lautsprecher im Körper und ist mit bunten LEDs ausgestattet.

Hörbücher oder Musik zu hören, war wohl selten kuscheliger verpackt. Vielleicht sind Lamas die neuen Einhörner? Aber ja, es gibt sie auch in Einhorn-Variante. Ob der Lautsprecher qualitativ mit Markenprodukten ohne Fell drum herum mithalten kann, ist uns leider nicht bekannt. Wem es hauptsächlich um die großen Augen geht, könnte auch in der “La-La-Lama Lounge”-Serie der Marke nach einem Plüschlama ohne Elektronik fündig werden.

Dampflokomotive mit Schlepptender

Modellbausätze gibt es viele, aber als wir Ugear entdeckt haben, machte sich Faszination breit. Die Holzmodelle wirken detailverliebt und filigran, die Auswahl an Modellen ist ansprechend und einige sind auch mechanisch funktional. Man sollte allerdings Zeit und Geduld aufbringen wollen, denn die angegebenen Aufbauzeiten sind durchaus realistisch. Bei dieser Ugear Modelldampflokomotive nach Vorbildern aus dem 19. Jahrhundert sind es 443 Teile und 10-12 Stunden. Damit ist es wohl eher für die großen Kinder geeignet.

Der Antrieb bei den Fahrzeugen erfolgt über ein einfaches Gummiband. Und es funktioniert. Wenn auch nicht so rasant wie einen die Videos glauben machen wollen. Zumindest mein Motorrad hat sich punkto Geschwindigkeit eher als Roller bei mir vorgestellt. Der Optik und der Freude am Zusammenbauen war das allerdings nicht abträglich.

Steinbaukästen

Wer lieber mit weniger filigranen Materialien bastelt, ist bei den teifoc Steinbaukästen besser aufgehoben. Hier wird mit echten kleinen Ziegelsteinen und Mörtel gearbeitet. Neben der Anleitung für das jeweilige Haus oder bekannte Bauwerk aus dem Baukasten zu folgen, kann man natürlich auch an seinem ganz persönlichen Traumhaus bauen. Praktischerweise ist der Mörtel wasserlöslich und die Steine daher auch mehrfach verwendbar.

Der Hersteller hat die Sets für verschiedene Altersgruppen ausgelegt, womit sie vom einfachen Pferdestall für Kinder ab 6 Jahren bis zu einer Solar-Windmühle für Kinder ab 8 Jahren reichen. Bei der Windmühle sind, wie der Name bereits verrät, eine Solarzelle und ein Getriebemotor mit dabei. Wer mehr Power herausholen will, muss sich in seinem Binford-Werkzeugschrank umsehen.

RC Feuerwehr-LKW

Neben den üblichen RC-Autos gibt es von Amewi auch einen RC Feuerwehr-LKW im Maßstab 1:20. Man muss als Kind nicht den Berufswunsch Feuerwehrmann gehabt haben, um es ziemlich lässig zu finden, wenn man hier nicht nur die Feuerwehrleiter ausziehen, sondern auch per Fernbedienung Wasser aus dem Feuerwehrschlauch spritzen kann.

Was wären das für herrliche Momente gewesen, zu versuchen sich an jemanden heranzuschleichen und dann unvermittelt den Knopf zu drücken? Hupe, Sirenenton und Warnlichter sind auch vorhanden, müssen in dem Fall aber natürlich erst mal aus bleiben. Ob der Wasserstrahl genügt, um einen Weihnachtsbaum im Vollbrand zu löschen, darf bezweifelt werden, aber vielleicht reicht es für den Adventskranz.

Puzzle 4S Vision Avengers Infinity War Groot & Co.

Zu guter Letzt landen wir wieder bei unseren liebsten Marvel-Helden. Ravensburger hat mit seinen 4S Vision Puzzles eine neue Form von 3D-Puzzle auf den Markt gebracht.

Der Clou liegt hier wohl weniger im Aufbau, der sich Ebene für Ebene zusammengesteckt nicht sehr kompliziert präsentiert, sondern im visuellen Effekt des fertigen Modells. 4S steht für 4 Sides, was bei der Version Avengers Infinity War Groot & Co bedeutet, dass man sich nicht zwischen Thor, Groot, Hulk oder Rocket entscheiden muss. Jede der vier Seiten des fertigen Puzzles zeigt ein anderes Motiv. Es ist jedem selbst überlassen, ob er sein Puzzle zu Fuß umkreisen möchte, die Drohne im Orbiting-Modus herum schickt, oder es beim Mittagessen im China-Restaurant der Wahl auf den Drehteller stellt.

Das wars… mehr gibts nicht. Oder doch. Aber selber nachsehen, macht klüger.


Das waren einige der Dinge, an die wir uns auch noch am Ende dieses Jahres erinnern, weil sie auf die eine oder andere Art hervorgestochen sind. Die Auswahl ist aus rein persönlichen Vorlieben erfolgt und nichts davon haben wir geschenkt bekommen.

 

Assassin’s Creed: Odyssey im Test

Fast genau 11 Monate nachdem Ubisoft uns zu den vermeintlchen Anfängen des Assassinen Ordens geschickt hat, erleben wir nun die wirklichen Anfänge. 400 Jahre bevor Bayek seinen Rachefeldzug in Ägypten begann, tobte auf den griechischen Inseln der erste, zeitgenössisch dokumentierte Krieg.

Eine himmlische Familie

Bevor es jedoch losgeht, trifft man schon die erste Entscheidung, die einen das ganze Spiel über begleitet. Zur Wahl stehen der stoisch anmutende Alexios oder seine Schwester Kassandra, Nachfahren des legendären Königs von Sparta, Leonidas I. Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf hat dies jedoch nicht. Man erlebt die Geschichte weder von einer anderen Seite, noch hat man unterschiedliche Fähigkeiten. Das wurde schon in AC: Syndicate spannender gelöst.

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Die Story ist erfrischend und nicht die x-te Auflage eines Racheplots, sondern erzählt die Geschichte einer spartanischen Familie, die sich verliert und inmitten der Wirren des peloponnesischen Krieges wieder zueinander findet. Großes darf man hier nicht erwarten, aber die Geschichte dient ihrem Zweck. Auch die Nebenmissionen schwächeln in ihrer Story und Ausführung und sind, bis auf wenige Ausnahmen, Fließbandarbeit. Die Stärken Spartas auf Land und Athens auf hoher See hätten in den Missionen besser dargestellt werden können. Besser in Szene gesetzt sind die historischen Figuren wie Sokrates, Hippokrates, der die Medizin zu einer Wissenschaft bringt oder Alkibiades, der immer spitz zu sein scheint.

Entscheidungen, die sich aus den Dialogen ergeben, haben im ersten Moment keine Auswirkung. Im Hintergrund beeinflussen diese jedoch eines der 9 möglichen Enden. Welche Entscheidung jedoch wohin führt, bemerkt man im Laufe des Spiels nie so wirklich.

Urlaubsziel: Griechenland

Odyssey ist, wie auch schon sein Vorgänger, ein grafisches Aushängeschild. Die AnvilNext 2.0, der Motor hinter allen aktuellen Ubisoft-Titeln, erinnert in keinster Weise mehr an den technischen Totalausfall Unity. Wiesen und Felder, ausgedehnte Hügellandschaften und schneebedeckte Berge werden insbesondere während der Kamerafahrten auf Synchronisationspunkten in Szene gesetzt. Zusammen mit den detailliert nachgebauten Städten und gebrochenen Wellen an den weißen Sandstränden lädt das Spiel mehr als nur einmal zum Verweilen und Genießen ein. Mit durchgehend 30 FPS auf einer bis zu 4K dynamischen Auflösung spielt es sich auf XBox One X und PS4 Pro angenehm flüssig ohne Einbußen in der Leistung zu verzeichnen. Lediglich so manche Umgebungstextur sieht in der Nähe schwammig aus. Dies fällt jedoch nur auf, wenn man in einer Ecke kauernd darauf wartet, hinter einen Gegner zu gelangen.

Die Soundkulisse lässt auch nichts zu Wünschen übrig, egal, ob Holz auf Stahl, stürmische Seefahrten oder orchestrale Chöre. Es scheppert mit sattem Wumms aus den Lautsprechern, aber auch die leiseren Stücke beim Erforschen der Inseln gliedern sich perfekt ein. Lediglich die Sprachausgabe ist uneben und besitzt Verbesserungspotential.

Angenehm fällt auch auf, dass die Sprachen von Untertitel und Menüs unabhängig von einander eingestellt werden können. Weiters bietet Ubisoft einzelne Sprachpakete als kostenlose Downloads an.

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Eine Seefahrt, die ist lustig

Zwischen den Hauptmissionen gibt es in der riesigen Spielwelt noch unzählige Beschäftigungen, die die Spielzeit der 40 Stunden Kampagne nochmal gut und gerne verdoppeln.

Die immer wieder zitierten und gelobten Seeschlachten aus AC: Black Flag feiern ein fulminantes Comeback. Was zu Xbox360/PS3 Zeiten schon am meisten Spaß gemacht hat, funktioniert immer noch. Eigentlich will man nur zur nächsten Mission schippern, aber auf einmal macht es Krachbumm und schon hat man sich wieder eine Stunde lang mit Banditen oder den Seestreitkräften Athens oder Spartas die Pfeile um die Ohren geschossen, hat die Breitseite in voller Fahrt gerammt und Schiffe geentert.

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Ist man aus dem Seerausch wieder erwacht und an einem neuen Hafen angedockt, steht man in der Regel vor der Qual der Wahl. Haupt- oder Nebenmissionen für Erfahrung, Drachmen und neue Gegenstände. Jagt man noch ein Kopfgeldjäger oder geht man auf die Suche nach Kultisten? Am meisten Spaß machen aber zu Lande immer noch die Forts und Camps. Plan zurechtlegen, an dessen Ausführung scheitern und improvisieren, ist hier weiterhin die Devise.

Auch Missionen gibt es zu Hauf, manche auch mit einem Timer zwischen 24 Stunden und 7 Tagen, wobei verwirrenderweise nicht alle die Spezialwährung “Oreichalkos-Erz” als Bonus gewähren, um damit Lootboxen oder auch “Olympische Gaben” zu kaufen. Dieses Erz kann auch sehr selten im Spiel gefunden werden. Wirklich tolle Gegenstände wurden in den Boxen leider auch nicht gefunden.

Als letztes kann man auch noch aktiv auf beiden Seiten des Kriegs der griechischen Stadtstaaten eingreifen. Als Söldner ist man ja situationsflexibel. Wirklich viel Spaß machen die Eroberungsschlachten aber nicht, da es vor allem an einem Ziel und Auswirkungen, bis auf festgelegte Storymomente, in der (Spiel-)Welt fehlt.

Zu den interessantesten Kämpfen, dem Kräftemessen mit mythologischen Kreaturen, kommt man leider erst am Ende des Spiels.

So Little Time (So Much To Do)

Many a ship to sail, many a magic land

Many a moonlit trail, many a road to walk hand in hand

Louis Armstrong besang schon 1930 wie es sich anfühlt, Assassin’s Creed: Odyssey 2 Schritte entfernt in seiner Gesamtheit zu betrachten.

Was nach viel Spiel klingt, wirkt auch schon fast zu viel. An einigen Ecken und Enden hätte Ubisoft Québec mit dem Rotstift eine zusammenhängendere Geschichte erzählen und den Spiefluss geschickter lenken können.

Man verliert öfters auch den Überblick was man eigentlich machen und wohin man wollte und muss sich erst wieder neu zurecht finden. Dass die komplette Welt nach Ende der Tutorial-Insel offen steht und bereisbar ist, hilft bei der Orientierung oftmals nicht weiter. Hier muss man dann seine eigene Gamer Disziplin durchsetzen und sich auf kleinere Ziele konzentrieren, bevor man wieder an der Hauptkampagne weiterspielt.

Wenig geändert hat sich im Vergleich zum Vorjahr am Kern des Spiels. Nur ein Wegfall der Schilde und eine freiere Vergabe der Talentpunkte fallen direkt auf. Diese Änderungen wirken sich positiv auf das Spielgeschehen aus. Möchte man ein spezielles Talent, entweder als passive Eigenschaft oder – neu – als eine von 4 aktiven Fertigkeiten, können Talentpunkte direkt dahin investiert werden, wo man sie haben möchte.

Das Fehlen der Schilde wirkt sich dahingehend aus, dass jetzt mit den eingesetzten Waffen pariert wird und mehr auf defensive Ausweichmanöver gesetzt wird. Die Kämpfe wirken dadurch schneller und dynamischer als zuvor.

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Neu ist auch, dass man bei einem Fall, egal aus welcher Höhe, nicht mehr stirbt und direkt weiterlaufen kann. Dies minimiert unnötige Ladezeiten und hält den Spielfluss am Laufen.

Die positivste Änderung am Spieldesign, ist die Aufteilung in zwei Spielmodi. Während “Geführt” weiterhin Wegpunkte für Missionsziele direkt in der Welt platziert, bekommt man bei “Erforschung nur vage Hinweise und Richtungsangaben. Zusammen mit der Übersichtskarte und visuellen Hinweisen im Spiel muss man sich ohne dem Abgrasen von Wegpunkten zu Recht finden. Durch die gut beschriebenen Missionstexte und Hinweise fühlt man sich jedoch nie auf verlorenem Posten und läuft nicht schnurstracks in eine Richtung, sondern erforscht die nähere Umgebung richtig. Dieses Feature darf in keinem zukünftigen Assassin’s Creed Abenteuer mehr fehlen.

Die kleineren Probleme wie oft nicht existente Wegfindung des Pferdes und eine KI, die den Namen Intelligenz eigentlich nicht behalten dürfte, sind direkt von Origins mitgenommen worden.

Ohne Moos, nix los

Wo in Origins Bayek meistens ziemlich gut mit dem jeweiligen Gebietslevel mitgehalten konnte und durch eine großzügigere Vergabe von Erfahrungspunkten auch mal schnell ein paar Stufen über den aktuellen Gegnern war, sieht die Sache hier leider etwas anders aus.

Gegner und Söldner ziehen durch die Levelskalierung immer mit der eigenen Figur mit und so vermisst man die Momente an denen man – vor allem gegen Ende hin – als übermächtiger Söldner fühlen sollte. Auch die Level-Vorgaben der Storymissionen sind hart an der Grenze. Wenn man sich jedoch nicht nur strikt an der Hauptmission orientiert und nebenbei noch die Welt erkundet, hat man trotzdem nicht das Gefühl, festzustecken und zu einem übermäßigen “Grind” gezwungen zu werden.

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Es sind auch weniger die Erfahrungspunkte, die am Ende des Tages fehlen, sondern die Ressourcen. Ein tolles Feature in Origins war das Behalten der aktuellen Ausrüstung. Gegen einen geringen Obolus hat man alle paar Level Waffen und Ausrüstung, mit denen man sich am besten anfreunden konnte – oder einfach am coolsten ausgesehen hat – immer auf dem aktuellsten Stand gehalten. In Odyssey ist dies nicht mehr so ohne weiteres möglich. Upgrades sind teuer und das Schiff verschlingt nochmal Unmengen an Holz, Eisen oder Leder. Egal, wie viele Nebenmissionen beendet oder alte Gegenstände recycelt werden, es fehlt doch immer an allen Ecken und Enden. Vielleicht hat Ubisoft hier zu hart an der Schraube gedreht und setzt mehr denn je auf den Verkauf von Boostern und Materialen aus dem prominent platzierten Shop.

Darf’s auch etwas mehr sein?

Wo wir auch schon bei einem der Hauptkritikpunkte sind. Mehr gibt es in Assassin’s Creed: Odyssey nicht nur in der Spielwelt. Wer alle Waffen, Skins, Bootsleute, etc zur Verfügung haben möchte, für den werden nochmal mindestens € 50,- fällig. Für weitere 10€ gibt es den permanenten XP- und Drachmen-Boost, welcher laut einem Artikel von Polygon das Spiel gleich “viel besser” macht. Es werden zwar 200 “Helix-Credits” im Spielverlauf dem virtuellen Konto gutgeschrieben, kaufen kann man sich dafür aber nichts. Da sind sogar mobile Free-to-play Games großzügiger.

Bei einem Verkaufspreis zum Spielstart zwischen € 60,- für die Standard-Version und € 240,- für die teuerste Collector’s Edition, muss man sich schon die Frage stellen, ob hier für ein reines Singelplayer-Spiel nicht zu viel oben drauf verlangt wird.

Nach über 60 Stunden im Spiel macht es aber weiterhin Spaß, die letzten Ecken der Antike zu erkunden. Das Grundgerüst wurde weiter verfeinert, wenn auch mit ein bisschen zuviel “drumherum” Versehen. Wem Assassin’s Creed: Origins schon gefallen hat, kann bei der Standard Version bedenkenlos zugreifen. Ein einzelner Wermutstropfen bleibt am Ende jedoch noch über: Der großartige, geschichtliche “Touristen”-Modus wird erst in den kommenden Monaten nachgeliefert und ist nicht schon vom Start mit dabei.


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Hinweis: Ubisoft war so freundlich, uns für diesen Beitrag ein Testmuster der Xbox One-Version des Spiels zur Verfügung zu stellen.

 

BenQ EL2870U – Der 4K-Monitor im Test!

Was wird gesucht? Ein Bildschirm für den privaten Schreibtisch, eine Alternative zu einem kompakten Fernseher – vielleicht sogar für das Kinderzimmer – und am besten wäre es, wenn der Bildschirm an PC, Spielekonsole und Blu-Ray Player (oder DVB-T2/SAT-Receiver) hängen könnte; und das alles ohne Kabel umstecken zu müssen?

Einleitung

Nach zwei Wochen intensiver Verwendung, weiß ich noch immer nicht genau, für welchen Zweck BenQ dieses Gerät nun wirklich entwickeln wollte.
Unter (Nerd-)Kollegen würde ich wahrscheinlich folgende Vermutung äußern: Es gab eine Besprechung in der Entwicklungsabteilung. Man fragte sich, welche Features und Zielgruppen angepeilt werden sollen. Der „Chuck Norris“-Fan in der Gruppe rief „alle!“ (eigentlich genauer: „ALLEEEE!!!“). Worauf – nach tosendem Gelächter – die zynische Aussage fiel „ja, wahrscheinlich auch noch für unter 800€!?“. In fast jeder Gruppe findet sich bei so einer Gelegenheit ein „Trekker“, welcher in dieser Situation vorpreschen musste „ich mach’s für unter 500€“ (zahlreichen Zitaten von James Doohan – alias Montgomery „Scotty“ Scott – sei Dank).
Genaues weiß man nicht – aber es muss sich so zugetragen haben. Warum sollte man sonst überhaupt auf die Idee kommen, einen knapp 28 Zoll großen 4K-Bildschirm, mit HDR10 Zertifizierung, 2x HDMI 2.0, DisplayPort, VESA-Mount, Umgebungslicht-Sensor und FreeSync für wirklich deutlich unter 500€ anbieten zu wollen?
Sie haben es jedenfalls gemacht. Als ich die Specs zum ersten Mal gelesen habe, ahnte ich das Schlimmste – aber, und da laust mich doch der Affe, der BenQ EL2870U ist wirklich gut und stellt vielfältige Ansprüche zufrieden.

Die technischen Daten

Diagonale 27.9″/​70.9cm
Auflösung 3840×2160, 16:9, 158dpi
Helligkeit 300cd/​m²
Kontrast 1.000:1 (statisch), 12.000.000:1 (dynamisch)
Reaktionszeit 1ms
Blickwinkel 170°/​160°
Panel TN, HDR10
Form gerade
Beschichtung matt (non-glare)
Hintergrundbeleuchtung White-LED, flicker-free, Blaulichtfilter
Farbtiefe 10bit (10bit ohne FRC)
Bildwiederholfrequenz 60Hz
Variable Synchronisierung Adaptive Sync/​AMD FreeSync
Unschärfereduktion N/​A
Signalfrequenz 30-135kHz (horizontal), 24-76Hz (vertikal)
Anschlüsse 2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4
Weitere Anschlüsse N/​A
USB-Hub Out N/​A
USB-Hub In N/​A
Audio Lautsprecher (2x 2W), 1x Line-Out
Ergonomie N/​A (Höhe), N/​A (Pivot), N/​A (Drehung), +15°/​-5° (Neigung)
Farbe schwarz (Rahmen), grau (Leiste), grau/​schwarz (Standfuß)
VESA 100×100 (frei)
Leistungsaufnahme 55W (maximal), 35W (typisch), 0.5W (Standby)
Jahresverbrauch 51.10kWh
Energieeffizienzklasse B
Stromversorgung AC-In
Abmessungen (BxHxT) 658x476x150mm (mit Standfuß), 658x349x67mm (ohne Standfuß)
Gewicht 5.70kg (mit Standfuß), keine Angabe (ohne Standfuß)
Besonderheiten mechanische Tasten, Lichtsensor, Sicherheitsschloss (Kensington), HDCP 2.2
Herstellergarantie drei Jahre (Vor-Ort)

Unboxing

Alles sauber verpackt. Die Verpackung hatte sichtlich viel erlebt – der Monitor kam dennoch wie aus dem Ei gepellt zum Vorschein. So sieht „guter Schutz“ aus.

Läuterung

Ja „TN-Panel!? Muss das sein?“ – das ist auch mein erster Gedanke gewesen. Nach dem Einschalten habe ich mir natürlich gleich eines der kritischsten Fotos herausgesucht – eines, bei dem mein günstiges und zwei Jahre altes Notebook (mit TN-Panel) auf jeden Fall zeigt, was sein Bildschirm nicht kann.
Aber dann sieht dieses Bild auf dem BenQ EL2870U nur ein wenig blasser aus, als auf meinen anderen heißgeliebten (und kalibrierten) Monitoren des Herstellers, der mit „D“ anfängt und mit „ell“ aufhört! Okay!?
Ab diesem Moment war mir klar: ich muss einfach meine Vorurteile gegenüber TN-Panels über Bord werfen und so tun, als hätte ich dieses technische Datum nicht gekannt.
Das Bild ist auch, wenn man schräg darauf sieht, ziemlich lange farbstabil. Zur Auffrischung: TN-Panels gelten zwar als reaktionsschnell, litten dafür früher oft unter der Tatsache, dass sie günstiger mit glänzender Oberfläche herstellt werden konnten und sie sind berüchtigt dafür gewesen, dass man das Bild rechtwinklig von vorne betrachten musste, damit sich nicht manche Farben umkehrten oder alle dunklen Schattierungen in einem tiefschwarzen Fleck absoffen. Aber beim EL2870U trifft das alles nicht zu – überdies ist das Display vollkommen matt.

Ein Betrachtungswinkel von 45° – egal ob von links, rechts, unten oder oben – lässt das Bild noch normal erscheinen. Ist der Winkel noch flacher, bekommt das Gesehene einen leichten orange-Stich – etwa so, als würde man die integrierte Reduktion für blaue Lichtanteile einschalten. Einzig und alleine, wenn man von oben auf den Monitor sieht und mehr als 60° von der frontalen Sicht abweicht – also einen Blickwinkel einnimmt, den man in Wirklichkeit nie für die gewöhnliche Betrachtung haben würde – dann saufen die einen Farben ab und die anderen verblassen bis zur Unkenntlichkeit. Würde man sich nun aber vorstellen, dass vier Kinder oder drei „etwas ältere Kinder“ davor sitzen, bekäme jeder unverfälschte Farben zu Gesicht. Das ist wirklich einwandfrei umgesetzt worden.

Voreinstellungen

Wenn ich einen neuen Bildschirm erhalte, dauert es für Gewöhnlich nicht sehr lange, bis ich mir ein Colorimeter (derzeit meist ein Datacolor Spyder 4 Elite) schnappe und die Farbdarstellung des Monitors – so gut es mit so einem Gerät eben geht – ausmesse. Mich interessiert dabei, was die Voreinstellungen „out of the Box“ leisten- damit ich gegebenenfalls auch eine Empfehlung aussprechen kann, für jemanden der kein Colorimeter hat oder sich die Arbeit – im privaten Umfeld – nicht antun möchte.

BenQ stellt im Downloadbereich ein „WHQL Driver“-Archiv zum Download bereit. Dieser beinhaltet für das Betriebssystem die Information, wie der Monitor heißt, was er für eine Maximalauflösung beherrscht, dass er „Display Power Management Signaling (DPMS)“ versteht und, dass die icm-Datei, welche dem Treiberpaket beiliegt, als Farbprofil ins System eingebunden werden kann.
Treiber installiert, das aktuelle DisplayCAL ebenso, Spyder 4 Elite per USB mit dem PC verbunden und los ging es.
Der erste Wermutstropfen: der Monitor bietet nicht die Möglichkeit, die Farbsättigung der einzelnen Farben getrennt zu regeln. Es gibt eine wirklich große Anzahl Einstellmöglichkeiten im OSD, aber Rot, Grün und Blau separiert zu Regeln, das geht leider nicht.
In Windows hatte ich die HDR-Funktion bewusst deaktiviert, am Monitor das normale HDR-Profil geladen (blau-Reduktion auf „aus“, Umgebungslicht-Sensor ebenso „aus“) – schon die nächste Überraschung. Oder ist mein Colorimeter kaputt? Die Farbbalken bescheinigten mir, dass ich an der Farbsättigung nichts mehr ändern muss – um eine noch genauere Farbdarstellung zu erhalten, könnte ich direkt mit der Kalibrierung des Bildschirms beginnen. Bei einem Bildschirm, welcher nicht ab Werk kalibriert worden ist, hatte ich so eine gute Voreinstellung noch nie. Allerdings trifft das nur auf die Profile „HDR“ und „sRGB“ zu. Wobei bei sRGB die Sättigung des Blautons etwas schwach ist – allerdings nur so schwach, dass es in Wirklichkeit kaum auffällt. Für Nachteulen, die trotzdem irgendwann mal Einschlafen können möchten, ist das sRGB Profil sicher eine gute Wahl – auch für jene, die den Monitor an einem Computer betreiben, welcher keinen DisplayPort 1.2 und auch kein HDMI 2.0 (sondern vielleicht nur 1.4) bietet.
Natürlich könnte eine gewisse Serienstreuung vorliegen, aber ich stelle hiermit trotzdem das Farbprofil für den BenQ EL2870U, welches ich für dessen sRGB-Modus ausgemessen habe, zur Verfügung – Ausprobieren und Feedback geben, sind ausdrücklich erwünscht.

Mit DisplayPort und/oder HDMI 2.0 (und Windows 10) kann einfach unter Windows „HDR“ aktiviert werden. Der Monitor erkennt dies, deaktiviert verschiedene Einstellungsmöglichkeiten – die Reduktion für blaue Lichtanteile, die AMA (Advanced Motion Accelerator) Funktion und der Lichtsensor bleiben ebenfalls einstellbar.
Via HDMI – der Monitor hat lediglich einen HDMI 2.0 (ohne Postfix „a“ oder „b“) – kann man bei einer 60Hz Bildwiederholfrequenz nur auf eine 8-bit Farbdarstellung blicken – HDR mit vollen 10-bit Farben sind lediglich über DisplayPort möglich.
Unter uns: man kann trotzdem wunderbar an dem Monitor arbeiten, auch wenn die zwei „Bit“ fehlen.

Im Betrieb

Ach wie schön: kein Spulenfiepen, keine Brummschleife, keine rauschenden Lautsprecher. Der Monitor ist lautlos – so soll es sein.
Lautsprecher sollen zwar verbaut sein, geworden sind es aber eindeutig „Leisesprecher“. Bass findet überhaupt nicht statt. Für Streamen von Nachrichten genügt es aber vollkommen. Und Vorweg: Spielen für die Nintendo Switch fehlt mit diesen Lautsprechern auch nicht viel Atmosphäre – offenbar hat Nintendo auf solche Umstände Rücksicht genommen. Auf jeden Fall ist das Risiko geringer, dass man Zimmernachbarn auf den Wecker geht – das hat schließlich auch einen gewissen Vorteil.
Womit ich schon beim Punkt „Spielekonsolen“ angelangt bin. Die Playstation 4 Pro erkennt den BenQ EL2870U automatisch als HDR-tauglich an und liefert auch HDR-Bildinhalte. Natürlich sehen diese nicht so farbgewaltig aus, wie auf einem OLED-Bildschmirm mit HDR – aber als platzsparende Maßnahme in einem Kinder-, Jugend- oder Spiel-Zimmer (für kleine und gar nicht mehr kleine „Kinder“) ist mehr als nur standesgemäß. Von einer unangenehmen Verzögerung, Schlieren oder unkenntlichen Farben kann ich nichts berichten. Dunkle Szenen in „Assassin’s Creed: Origins“ lassen sich genauso gut spielen, wie The Legend of Zelda BotW. Auch bei schnellen Spielen wie Fast RMX gibt sich der EL2870U keine Blöße.

Ein echter „Screenshot“ mit der Digitalkamera – ohne Bildverbesserer, Blitz oder nachträgliche Retouche.

Im Desktop-Betrieb vergaß ich nach kurzer Zeit, dass es sich nicht um ein IPS-Panel handelt. Eine Sache hat mich aber gestört – graue Menüs und nicht vollkommen weiße Bildinhalte, wie in der Systemsteuerung von Windows 10 hatten – während sie bewegt wurden – ganz grauenhafte rauschende Artefakte. Zum Glück war der Übeltäter schnell gefunden: AMA. In diesem Fall bedeutet AMA „Advanced Motion Accelerator“ und soll wohl die Darstellung grauer Schattierungen bei sich schnell bewegenden Bildinhalten verbessern. Für mich bedeutet AMA leider „auf meinem Monitor – aus“. Mir ist kein Fall untergekommen in welchem diese Funktion einen positiven Effekt auf das Bild gehabt hätte – schade.

Wenn man schon leichtes Kopfweh – oder eine sogenannte „Augenmigräne“ hat – ist der eingebaute Umgebungslicht-Sensor „Gold“ wert. Leider gibt er sich von Zeit zu Zeit – in Form einer kleinen OSD-Info (welche sich nicht deaktivieren lässt), am linken unteren Bildschirmrand, zu erkennen. Aber die Helligkeit wird äußerst angenehm dem Umgebungslicht angepasst und die Farbdarstellung wird dementsprechend angeglichen.
Liebe Monitor-Hersteller: warum kann das nicht jedes Gerät?

Acht Stunden arbeiten, sind an dem Bildschirm, ohne besondere Ermüdung, für mich problemlos möglich. Extrem angenehm ist, dass man zwei Programmfenster neben einander platzieren und dennoch jeweils fast ein DIN-A4 Blatt in Originalgröße darstellen kann.

Vergleich zwischen Monitorbild, in der Hälfte geteilt vs. DIN-A4 Blatt.

Das hätte ich zu Schulzeiten gut gebrauchen können.
Was mir weniger gut gefallen hat: Tippen auf der Tastatur verursacht – wenn der Schreibtisch nicht vollkommen starr ist – ein ganz leichtes Wippen des Monitors. Immerhin knarzt und quietscht er dabei nicht. Andere Geräte wippen natürlich auch, aber es wäre eben schön gewesen, wenn die Halterung vielleicht ein wenig steifer wäre. Grund zur Beschwerde gibt es aber auch hier wenig – man kann den Monitor mit einer Hand vor und zurück kippen – er verharrt sofort in der gewählten Position.
Außerdem bietet er eine mittig angebrachte VESA 100-Aufnahme. Wo wir schon beim größten Manko des Geräts sind. Warum nur musste das Kunststoff-Gehäuse an dieser Stelle bombiert sein? Wäre es einfach plan, könnte man eine VESA-Halterung anschrauben, ohne die Rückseite des Monitors etwas zu verspannen. Die Schrauben einer Halterung sind fest angezogen, bevor der Monitor ein Geräusch von sich gibt – aber „Function follows Form“ muss einfach nicht sein.

Fazit

Meine Augen sind sehr verwöhnt. Ich spiele meist an einem HDR10 zertifizierten OLED UHD-Fernseher und arbeite häufig an kalibrierten IPS-Bildschirmen. Ich habe mir, bevor ich den Bildschirm in Betrieb genommen habe, durchaus Sorgen gemacht, wie mein Fazit ausfallen würde.
BenQ hat einfach ganze Arbeit geleistet. Bei allen technischen Daten, Zertifikaten (HDR10, FreeSync, …), was BenQ gelungen ist – sie haben einen Monitor mit TN-Panel hergestellt, der nahezu wie ein IPS-Monitor in Erscheinung tritt; und das zu einem Preis, der für sehr viele Haushalte wirklich erschwinglich ist.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 13. September 16:59 möglich. 



Hinweis: BenQ Austria war so freundlich, uns für die Verlosung und für den Test jeweils einen BenQ EL2870U-Monitor zur Verfügung zu stellen.

Doogee BL12000 Pro im Test

Der hierzulande eher unbekannte chinesische Smartphone-Hersteller Doogee versucht mit Nischenproduten die Aufmerksamkeit am europäischen Markt zu bekommen. In einem vorangegangen Test haben wir schon das Outdoor-Smartphone S30 testen können. Diesmal sehen wir uns das Akku-Monster BL12000 Pro an, welches mit einem 12000mAh-Akku eher an eine Powerbank erinnert, als an ein Smartphone. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

tl;dr: Das Doogee BL12000 Pro ist ein Schwergewicht und damit sicherlich für viele nicht besonders attraktiv. Ärgerlich sind die falschen Angaben bei Akku und Kamera. Zwar kann der Akku trotzdem überzeugen, jedoch wird die Mobilität doch ziemlich eingeschränkt dadurch. Die restliche Verarbeitung und Ausstattung gehen in Ordnung für diese Preisklasse (~ 300€). Trotzdem wird es dieses Gerät, im wahrsten Sinne des Wortes, schwer haben viele Fans zu finden.

Lieferumfang

Einige kleine Überraschungen sind in der schwarzen Verpackung zu finden: Micro-USB-Kabel, Quick Charge (3.0)-Ladegerät, OTG-Kabel, Bedienungsanleitung, SIM-Tool, Schutzhülle, zwei Displayschutzfolien mit Microfasertüchern und eine Silikon-Schutzhülle. Vor allem letztere sind keine Selbstverständlichkeit und damit umso erfreulicher.

Design und Verarbeitung

Das BL12000 Pro – in blau und schwarz erhältlich – bringt mit Hülle stolze 335g (mit beigelegter Silikon-Hülle) auf die Waage. Das macht sich natürlich auch bei den Dimensionen bemerkbar: 162×74.7×14.6mm. Damit erinnert das BL12000 Pro eher an eine Powerbank als an ein Smartphone. Zum Vergleich: Ein Tablet, wie z.B. das aktuelle Apple iPad, wiegt nur rund 100g mehr.

Durch dieses schwere und klobige Design in Verbindung mit rutschigen Materialien (Aluminium, Glas und Kunststoff) wird das Halten und Navigieren schnell sehr anstrengend. Erwähnenswert ist aber auch, dass das BL12000 Pro sich auch mit erheblichen Kraftaufwand nicht verbiegen lässt, auch kein Knarren oder Knarzen ist zu vernehmen.

Der Fingerprint-Reader auf der Rückseite ist dagegen optimal positioniert, sehr leicht ertastbar und damit auch im Alltagsbetrieb sehr angenehm zu benutzen. Die Entsperrgeschwindigkeit ist durchwegs flott, die Erkennungsrate hoch – nur aktuelle Flaggschiffe sind da zuverlässiger und schneller.

Erfreulicherweise ist ein Audio-Klinkenanschluss auf der Oberseite zu finden, nicht mehr so selbstverständlich im Jahr 2018. Praktischerweise gibt es auch eine Benachrichtungungs-LED, die dank Leuchtstärke zu überzeugen vermag.

Etwas enttäuschend, wenn auch weniger überraschend in dieser Preisklasse, ist die Tatsache, dass kein USB-Anschluss des Typs C verbaut wurde. Die Lautsprecher auf der unteren Seite können sehr laut werden, aber durch die Positionierung leider auch sehr leicht verdeckt werden.

Detaillierte Spezifikationen

OS Android 7.1
Display 6.0″, 2160×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS, kapazitiver Touchscreen
Kamera hinten 16.0MP, f/​2.0, Phasenvergleich-AF, Dual-LED-Blitz (Hauptkamera); 0.3MP, Tiefenschärfe (Zweitkamera)
Kamera vorne 16.0MP (Hauptkamera); 8.0MP, Weitwinkelobjektiv (Zweitkamera)
Schnittstellen Micro-USB-B 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n, Bluetooth 4.0
Sensoren Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Lichtsensor, Fingerabdrucksensor (hinten)
CPU 4x 2.30GHz Cortex-A53 + 4x 1.65GHz Cortex-A53 (Mediatek MT6763T Helio P23, 64bit)
GPU Mali-G71 MP2
RAM 6GB
Speicher 128GB, microSD-Slot (shared, bis 256GB)
Navigation A-GPS
Netze GSM (850/​900/​1800/​1900), UMTS (900/​2100), LTE (B1/​B3/​B7/​B8/​B20)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Bandbreite (Download/Upload) 300Mbps/​100Mbps (LTE)
Akku 12000mAh, fest verbaut
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Kunststoff (Rückseite), Metall (Rahmen)
Abmessungen 162×74.7x14mm
Gewicht 313g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, Quick Charge (max. 36W)

Display

Sehr leuchtstark und mit realistischer Farbwiedergabe präsentiert sich das 6-Zoll-FHD-Plus-Display im 18:9-Format. Das sorgt auch für gute Les- und Bedienbarkeit auch im Freien bei Tageslicht. 5-Touch-Fingereingaben werden zuverlässig erkannt.

Auf der Vor- und der Rückseite sind werkseitig auch Schutzfolien angebracht. Zieht man aber die Displayschutzfolie auf der Vorderseite ab, so offenbart sich leider eine sehr spiegelnde und etwas widerspenstige Displaybeschichtung, die das smartphonetypische Wischen doch eher erschwert. Die Rückseite wiederum ist dann doch aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das trübt die Verarbeitungsqualität.

Software, Features und Performance

Android in der Version 7.1 ist auf dem Gerät installiert, Sicherheitspatch Jänner 2018. Mit Updates sollte man allerdings nicht rechnen, da die meisten Smartphones aus China hier keinerlei Anstalten machen, das Betriebssystem aktuell zu halten. Zwar lässt sich zwar die Sprache des Systems auf Deutsch stellen, jedoch finden sich zahlreiche Übersetzungsfehler bzw. überhaupt nicht übersetzte Texte.

Allgemein lässt sich die Performance als durchschnittlich bis gut bezeichnen. Gelegentlich gibt es kurze Nachdenkpausen beim Öffnen von Apps und Mikro-Ruckler gehören auch zum Alltag. Aber trotzdem kommt man im Alltag gut zurecht, wenn man auf grafikintensive Spiele verzichtet.

Die Standorterfassung über GPS funktioniert dagegen reibungslos.

Ein paar zusätzliche Software-Features sind auch mit dabei. Dabei erweisen sich vor allem die detaillierten Änderungsmöglichkeiten bei der Farbtemperatur als hilfreich. Hier kann man sich das etwas kühlblau eingestellte Display nach Belieben einstellen.

Auch die „Gestures“ sind praktisch, Screenshots mit einer 3-Finger-Wischbewegung nach unten könnten mehr Smartphones vertragen.

Kamera

Wer glaubt hier ein modernes Dual-Kamera-System zu bekommen, der wird gleich auf mehreren Ebenen enttäuscht. Denn es ist nur eine Kamera verbaut, die andere ist eine Attrappe. Damit gibt es keinen optischen Zoom oder ähnliches. Der 16MP-Sensor verfügt auch über keine optische Bildstabilisierung, die elektronische Stabilisierung funktioniert mehr schlecht als recht.

Die Frontkamera dagegen besitzt wirklich zwei Sensoren. Die erste Kamera löst mit 16MP auf. Der zweite Sensor hat zwar nur noch 8MP, dafür wird in einen Weitwinkelmodus mit 133° umgeschaltet, der aber auch einen sichtbaren „Fisheye“-Effekt mit sich bringt.

Trotz dieser Tricksereien lassen sich brauchbare Fotos über die Kameras schießen. Gerade bei guten Lichtverhältnissen und einer ruhigen Hand können gute Ergebnisse erzielt werden. Mit den Kameras von aktuellen Top-Smartphones kann das BL12000 Pro allerdings nicht mithalten.

Als Vergleichskamera wurde die des Google Pixel 2 hinzugezogen

Links: Doogee BL12000 Pro | Rechts: Google Pixel 2

Akkulaufzeit

Die Hauptattraktion, der 12.000mAh-Akku, ist leider auch eine Mogelpackung. Wie die Kollegen von chinahandys.net und chinamobilemag.de feststellen mussten, handelt es sich entgegen den offiziellen Angaben (und auch in der Namensgebung) um einen 10.000mAh-Akku. Vertrauensbildene Maßnahmen sehen anders aus.

Nichtsdestoweniger sind lange Standby-Zeiten oder lange Video-Sessions trotzdem möglich. In einem Testlauf war es möglich mit moderater, täglicher Nutzung 9 Tage mit einer Akkuladung durchzukommen.

Zudem sind die Ladezeiten dank mitgelieferten Quick Charge 3.0-Netzteils verhältnismäßig kurz. In knapp 3,5 Stunden war der Akku vollständig geladen.

Fazit

Das Schwergewicht BL12000 Pro ist ein ambitioniertes Smartphone, das bewusst eine Nische besetzen will. Wer, aus welchen Gründen auch immer, auf eine lange und zuverlässige Akkuleistung angewiesen ist, dem liefert Doogee das passende Smartphone. Zwar sind die vollmundigen Angaben zur Akkuleistung wohl nicht ganz korrekt, trotzdem kann man schwer über die lange Standby-Zeit meckern. Ärgerlicher ist da defintiv die schwache Rückkamera, die nicht ansatzweise das hält, was sie verspricht (DUAL-Kamera) und durchaus bewusst zu täuschen versucht.

Aber die Lade-Funktion mittels USB-OTG-Adapter, die solide Performance und das leuchtstarke und blickwinkelstabile Display können dennoch überzeugen. Für rund 300€ ist das Gesamtpaket also nicht schlecht und dank Powerbank-Feature besitzt das BL 12000 Pro auch ein Alleinstellungsmerkmal – ob das aber reicht um willige Käufer anzusprechen, bleibt fraglich.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 26. Juli 16:59 möglich. 

Hinweis: Doogee war so freundlich, uns für für die Verlosung und für den Test jeweils ein BL12000 Pro zur Verfügung zu stellen.

Geizhals.at und durchblicker.at kooperieren bei Handy-Tarifvergleich

Gemeinsam durch den Handy-Tarif-Dschungel

Meistens ist es keine leichte Entscheidung: Das neue Smartphone mit Vertrag beim Mobilfunkbetriber vermeintlich günstig bekommen oder doch selbst kaufen mit einem SIM-Only-Tarif. Doch wo spart man wirklich Geld? Dieser Frage haben wir uns gemeinsam mit dem beliebten Tarifvergleichsportal durchblicker.at angenommen und liefern die transparente und einfache Lösung.

Mit dem neuen, erweiterten Handytarifvergleich von geizhals.at und durchblicker.at kann man somit ab sofort tagesaktuell Preise für Smartphones mit und ohne Vertrag vergleichen. Damit bietet dieser umfassende Mobilfunk-Vergleich in Österreich tagesaktuelle Preis-Informationen zu über 130 Smartphone-Modellen und mehr als 2,5 Millionen Handy-Tarif-Kombinationen.

Über 200 Euro Ersparnis bei iPhone X und Samsung Galaxy S9

Der erweiterte Vergleich zeigt: Bei 10 aktuellen Smartphones fahren Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) derzeit mit SIM-Only-Tarif und vertragslosem Handy am günstigsten. Die jeweilige Ersparnis beträgt über eine Laufzeit von 24 Monaten bis zu 290 Euro.

Das aktuell günstigste Vertragsangebot für das iPhone X (64 GB) für Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) kommt derzeit auf monatliche Effektivkosten von 66,60 Euro. Der günstigste Händler bietet das iPhone X derzeit (Stand 23.04) um 998 Euro an. Kombiniert mit einem für Power-User attraktiven SIM-Only-Tarif um 15 Euro pro Monat ergibt dies hochgerechnet auf 24 Monate Effektivkosten von 57 Euro pro Monat. Damit ist die SIM-Only-Variante über eine 24 monatige Laufzeit um mehr als 230 Euro günstiger als ein Vertragshandy.

Ähnlich ist die Situation beim neuen Samsung Galaxy S9, das seit März am Markt ist: Die Mobilfunker bieten das S9 für Power-User ab effektiv 52,58 Euro pro Monat an. Ein vertragsloses Handy selbst zu erwerben und mit einem SIM-Only-Tarif zu kombinieren bringt in diesem Fall eine Ersparnis von rund 9 Euro pro Monat oder 205 Euro über die Laufzeit.

 

In den monatlichen Effektivkosten sind alle einmaligen und laufenden Kosten anteilig enthalten, die über den Zeitraum von 24 Monaten anfallen. Dazu zählen gestützter Gerätepreis, Aktivierungsgebühren, Servicepauschale und monatliche Grund- bzw. Paketgebühren. Automatisch abgezogen werden Vergünstigungen durch Marketing-Aktionen oder den Kauf im Webshop des jeweiligen Anbieters.

Der erweiterte Tarifvergleich ist ab sofort online verfügbar unter:

https://durchblicker.at/handy-mit-tarif