BenQ GV1 im Test

Beamer finden im Alltag bisher vor allem in zwei Bereichen Einsatz: im Business-Segment für Präsentationen und bei Home Cinema-Liebhabern. Der stationäre Betrieb samt Befestigung und ausreichend weißer Fläche sorgte bisher dafür, dass Beamern der Consumer-Massenmarkt eher verwehrt blieb. Das will nun der renommierte Hersteller BenQ mit dem GV1 ändern und positioniert diesen kleinen, mobilen Beamer ganz bewusst als Lifestyle-Produkt. Ob das gelingt, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

> Zur Gewinnchance <

Lieferumfang

In der weißen Box findet man eigentlich alles, um gleich loszustarten. Erfreulicherweise denkt BenQ auch gleich etwas weiter und legt dem GV1 auch nützliches Zubehör bei.

Vor allem die zwei Reiseadapter für das Netzteil und die Schutztasche erweisen sich im (mobilen) Alltag als sehr praktisch.

Der Lieferumfang im Detail:

  • GV1-Beamer
  • Netzteil mit zwei Auslandsadaptern (UK, US)
  • USB-C-Kabel
  • Schutztasche
  • Fernbedienung (inkl. Batterie)
  • Quickstart-Guide

Unboxing und Hands On-Video

Design und Verarbeitung

In Punkto Design hat sich BenQ beim GV1 sichtlich viel Mühe gegeben um ein schönes Gerät auf den Markt zu bringen, das dank des gelben Akzents in der silber-grauen Aufmachung auch einen gewissen Wiedererkennungswert besitzt.

Auch die verwendeten Materialien – Metall und Plastik – fühlen sich äußerst hochwertig an und geben keinerlei Anlass zur Beschwerde. Es konnten auch keine unregelmäßigen Spaltmaße, Knarzen oder dergleichen festgestellt werden.

Detaillierte Spezifikationen

Typ DLP
Lichtquelle LED
Auflösung (darstellbar) WVGA (854×480)
Auflösung (nativ) WVGA (854×480)
Helligkeit -/​200/​- ANSI Lumen (Hoch/​Standard/​Eco)
Kontrast 100.000:1
Bildverhältnis 16:9 nativ
Bilddiagonale 0.76-2.54m
Projektionsverhältnis 1.30:1
Lampenlebensdauer 20000/​30000/​- Stunden (Standard/​Eco/​Eco+)
Geräuschentwicklung 29/​28dB(A) (Standard/​Eco)
Lens-Shift nein
Weitere-Anschlüsse 1x USB-C, Bluetooth, WLAN (integriert)
Stromverbrauch 17/​13W (Standard/​Eco)
Abmessungen (BxHxT) 80x155x80mm
Gewicht 708g
Besonderheiten Akku, integrierte Lautsprecher (1x 5W)
Im Preisvergleich seit

Bedienung

Das erste Einschalten gestaltet sich unkompliziert: Auf der Oberseite findet sich ein großer Power-Button, der ein paar Sekunden gedrückt wird um den GV1 zu starten. Mittels der beigelegten Fernbedienung kann man das Gerät auch aus der Ferne steuern. Zudem wird die Fernbedienung auch benötigt um das Gerät mit WLAN zu verbinden und sonstige Einstellungen zu treffen. Denn es befinden sich zwar Steuerelemente am Gerät (Power, Lautstärke, Moduswechsel zu Bluetooth), diese reichen aber nicht für die Navigation in der Software aus.

Um externe Quellen an den GV1 anzuschließen, befindet sich ein USB-C-Anschluss auf der Rückseite. Für die Stromversorgung und das Laden des integrierten Akkus gibt es außerdem einen rückseitigen Anschluss. Leider lässt sich das Gerät nur mittels dem beigelegten Netzteil mit Strom versorgen und nicht über USB-C. Umgekehrt kann aber ein anderes Gerät über diesen USB-C-Anschluss geladen werden.

Will man den GV1 transportieren, kann man den Beamer selbst und die Fernbedienung in der beigelegten Tasche verstauen. Allerdings bietet die Tasche leider keinen Platz für das Netzteil.

Im Betrieb

Nach dem Hochfahren des Geräts (ca. 30 Sekunden) landet man auf dem Startbildschirm des Betriebssystem, bei dem es sich um eine angepasste Android-Version handelt. Um den vollen Funktionsumfang des GV1 zu nutzen, sollte der erste Schritt darin bestehen, das Gerät mit WLAN zu verbinden. Danach ist es zudem empfehlenswert die aktuellste Software-Version herunterzuladen und zu installieren.

Ein Software-Update brachte während des Testzeitraums einige kleine Fehlerbereinigungen und – viel wichtiger – den Zugang zu einem App-Store, der es ermöglicht Apps auf dem GV1 zu installieren.

Kabellose Verbindung

Der GV1 ist vornehmlich für einen kabellosen Betrieb ausgelegt. Es gibt hier zwei Möglichkeiten:

  1. WLAN/Cast: Mittels der Cast-Funktion können Smartphones oder Tablets (iOS und Android) unkompliziert mit dem GV1 verbunden werden. Bei dieser Art der Verbindung handelt es sich um das Spiegeln der Inhalte des Smartphones/Tablets. Das eignet sich für statische Bilder hervorragend, liefert aber bei bewegten Bildern gelegentliches Frame-Skipping, also das Auslassen eines Einzelbilds. Das führt zu einer nicht immer ganz flüssigen Darstellung, ist aber kein besonders störender Faktor.

  2. Integrierter App-Store: Der Aptoide-AppStore bietet eine Auswahl an bekannten Apps, wie Netflix, YouTube, verschiedene Browser und Medienplayer (Kodi etc.). Bei den erwähnten Apps kam es im Testzeitraum zu keinen Frame-Skippings o.ä. Störend war in diesem Modus die zwingende Verwendung der Fernbedienung, da nicht alle Apps für diese Art der Steuerung optimiert wurden. So konnten z.B. wesentliche Features der Netflix-App (Auswahl von einzelnden Folgen, Suchnavigation) nicht genutzt werden. Zwar kann BenQ eigentlich nichts für diese Probleme, den die Apps werden von Drittanbietern zur Verfügung gestellt, ärgerlich bleibt es allemal. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die Apps im Laufe der Zeit weiterhin optimiert und aktualisiert werden.

Da man unterwegs meistens nicht überall einen Zugang zu WLAN hat, besitzt der GV1 auch eine Hotspot-Funktion. Mit dieser kann man auch abseits ein eigenes WLAN erstellen und somit verschiedene Abspielgeräte verbinden.

Kabelgebundene Verbindung

Über den USB-C-Anschluss können externe Datenträger, wie Festplatten oder USB-Sticks angeschlossen werden. Dies klappte während des Tests problemlos und dank der Möglichkeit verschiedene Medienplayer über den App-Store (z.B. VLC Media Player) zu installieren, war auch das Abspielen von unterschiedlichen Formaten möglich.

BenQ hat zwar mit der Wahl von USB-C an die Zukunft gedacht, aber etwas weniger an die Gegenwart. So ist die Verbreitung von USB-C-Sticks oder HDDs (noch) eher gering. Das beigelegte USB-C-Kabel wiederum hat keinen USB-A-Anschluss und somit braucht man dann wiederum meistens einen Adapter. Hier wäre ein HDMI-Anschluss wünschenswert gewesen oder zumindest ein USB-A-Anschluss.

Durch die Positionierung beider Anschlüsse auf der Rückseite ist das Aufstellen des GV1 an einer Wand auch nicht möglich, hier geht dann nur der kabellose Betrieb.

Bildqualität und Sound

Mit einer WVGA-Auflösung (854×480) ist der GV1 nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, allerdings musste BenQ hier wohl einige Abstriche machen um die Kosten im Rahmen zu halten und Portabilität bzw. ausreichende Akkulaufzeit zu gewährleisten. Nichtsdestoweniger liefert der GV1 ein gutes, farbintensives Bild, das dank automatischer Trapezkorrektur für eine waagrechte Bildausrichtung sorgt. Je nach Abstand zur Projektionsfläche, kann das erzeugte Bild des Mini-Beamers auch locker mit modernen TV-Geräten, zumindest in der Diagonale, mithalten.

Die Bildhelligkeit variiert, je nachdem ob ein Netzteil angesteckt ist oder nicht. Im Akkumodus verringert sich automatisch die Helligkeit merkbar, was vor allem in helleren Umgebungen den positiven Gesamteindruck etwas trübt. Dafür konnten im Test 2:51 Stunden mit einer Akkuladung erreicht werden – BenQ gibt drei Stunden an.

Da der GV1 auch Bluetooth beherrscht, kann das Gerät auch als externer, kabelloser Lautsprecher fungieren. An dedizierte Boomboxen kommt die Soundqualität zwar nicht heran, aber gerade für einen gemütlichen Filmabend oder eine Sportübertragung ist der Sound allemal ausreichend und kann daher eher positiv überraschen. Bild und Ton waren dabei im Test immer synchron.

Fazit

Der BenQ GV1 ist ein innovatives Gerät, das voll auf Mobilität und Unterhaltung setzt – ein Beamer zum Mitnehmen und überall Aufstellen. Dabei hat BenQ nicht nur viel Technik reingepackt, sondern auch auf ein ansprechendes Design und tadellose Verarbeitung geachtet. Die Verbindung mit Smartphone/Tablet geht leicht von der Hand und war im Test auch immer stabil. Sogar der Sound kann überzeugen, bei diesen Gerätedimensionen nicht selbstverständlich. Nicht zuletzt weiß auch die Anbindung an einen App-Store zu gefallen und erweitert sinnvoll die Abspielmöglichkeiten.

Trotzdem wird man das Gefühl nicht ganz los, dass BenQ mit dieser ersten Generation einige Kompromisse eingehen musste. So löblich die kabellosen Verbindungsoptionen auch sind, der einzige USB-C-Anschluss ist im Alltag etwas umständlich. Hier wäre ein HDMI-Anschluss o.ä. sehr wünschenswert gewesen. Auch das Bedienkonzept mit der Fernbedienung ist nicht immer ideal, vor allem wenn gewisse Apps diese nur unzureichend unterstützen. Und ob im Jahr 2019 eine Nicht-HD-Auflösung noch zeitgemäß ist, wird sich BenQ auch fragen müssen.

So bleibt ein formschönes, innovatives Gerät, das im Großen und Ganzen überzeugen kann, in manchen Punkten sogar begeistert, aber im Detail sicherlich noch verbesserungswürdig ist. Für alle, die kein fixes TV-Gerät haben können oder wollen, ist der GV1 aber defintiv einen genaueren Blick wert und ziemlich konkurrenzlos.


Angebote für den BenQ GV1


Gewinnchance

Wer derzeit nicht das nötige Kleingeld über hat, der kann den BenQ GV1 gewinnen. Die Teilnahmebedingungen sind sehr simpel: Name und E-Mail-Adresse unten in das Formularfeld eintragen – that’s it! Wir ziehen am 10. Mai per Zufallsgenerator eine/n Gewinner/in und löschen dann auch alle Kontaktdaten. Die Teilnahme ist bis zum 9. Mai 16:59 möglich. Viel Glück!


Hinweis: BenQ Austria war so freundlich uns für den Test und für die Verlosung jeweils ein GV1 zur Verfügung zu stellen.


Teilnahmebedingungen

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Huawei P30 Pro im Test

Huawei konnte den Smartphone-Markt in den vergangenen Jahren ordentlich aufmischen und spielt inzwischen auch in der High-End-Liga ganz oben mit. Diese Stellung will allerdings verteidigt werden. Neben der Mate-Serie ist es vor allem die P-Serie, die dieses Jahr versucht im Bereich Fotografie neue Maßstäbe zu setzen. Mit der Veröffentlichung des P30 Pro ist nun das neueste Flaggschiff von Huawei erschienen. Was die insgesamt vier Kameras können und was das High-End-Gerät sonst noch so mit sich bringt, erfahrt ihr im folgenden, exklusiven Test.

Lieferumfang und Unboxing

Die schlichte, weiße Box mit dem goldenen Schriftzug schreit förmlich „Premium“. Auch das rote Leica-Logo am unteren Rand sticht sofort ins Auge.

Große Überraschungen gibt es keine: Es befinden sich die „erwartbaren“ Accessoires in der Verpackung, die mitgelieferte Schutzhülle ist bei Herstellern aus China mittlerweile fast immer dabei.

  • kabelgebundene USB-C-Kopfhörer
  • 40W-Supercharger Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool
  • durchsichtige Schutzhülle

Im kurzen Unboxing-Video schauen wir uns den InDisplay-Fingerprint-Reader genauer an.

Design und Verarbeitung

Im Premium-Bereich ist gehärtetes Glas auf Vorder- und Rückseite in einem Aluminium-Rahmen zum Quasi-Standard aufgestiegen. Deshalb überrascht es auch nicht weiter, dass beim P30 Pro genau diese Materialien zum Einsatz kommen.

Gerade die Rückseite mit bläulich-violetten Schimmer, stimmungsvoll „Breathing Crystal“ getauft, ist ein echter Hingucker und sorgt für einen gewissen Wiedererkennungswert. Überhaupt lassen sich keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen: kein Knarzen, keine unregelmäßigen Spaltmaße oder knackige Druckpunkte bei den Buttons. Die hervorstehende Triple-Kamera sorgt leider auch dafür, dass das Smartphone nicht ganz plan auf ebenen Flächen aufliegen kann.

Kleine Details wie der rote Akzent beim Power-Button und das auf Vorder- und Rückseite gerundete Glas wissen zu gefallen. Zu guter Letzt hat es Huawei geschafft den USB-Ladeport, den SIM-Slot und den Lautsprecher auf der Unterseite unterzubringen, was bei den sehr schmalen Seitenkanten wohl auch nicht anders möglich gewesen wäre. Diese Design-Entscheidung zeigt aber auch gleichzeitig die größte Schwäche des P30 Pro: Es wurde nur ein Lautsprecher verbaut, der zwar keinen schlechten Sound liefert, jedoch nur Mono und zudem auch noch leicht mit der Hand verdeckt werden kann.

Ein Kopfhörer-Anschluss ist – wie zu erwarten – nicht verbaut. Dafür ist das P30 Pro wasser- und staubgeschützt nach IP68.

Das P30 Pro ist zum Launch in den Farbvarianten Schwarz, Aurora und Breathing Crystal erhältlich.

Detaillierte Spezifikationen

OS Android 9.0
Display 6.47″, 2340×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, AMOLED, kapazitiver Touchscreen, Gorilla-Glas, Aussparung, HDR
Kamera hinten 40.0MP, f/​1.6, Phasenvergleich-AF, Laser-AF, Kontrast-AF, Dual-LED-Blitz, Videos @2160p/​30fps, Videos @720p/​960fps (Kamera 1); 20.0MP, f/​2.2, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 8.0MP, f/​3.4, OIS, Teleobjektiv (Kamera 3); ToF (Kamera 4)
Kamera vorne 32.0MP, f/​2.0
Schnittstellen USB-C 3.1 Gen 1 (OTG), WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac, Bluetooth 5.0 (aptX HD), NFC, Infrarot-Port
Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (Display)
SoC HiSilicon Kirin 980, 64bit
CPU 2x 2.60GHz Cortex-A76 + 2x 1.92GHz Cortex-A76 + 4x 1.80GHz Cortex-A55
GPU Mali-G76 MP10
RAM 8GB
Speicher 128GB (UFS 2.1), NM Card-Slot (shared, bis 256GB)
Navigation A-GPS (L1/​L5), GLONASS, BeiDou, Galileo (E1/​E5a), QZSS (L1/​L5)
Modem GSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS (42Mbps/​5.76Mbps), LTE Cat 21/​18 (1400Mbps/​200Mbps)
Frequenzbänder 2G (850/​900/​1800/​1900), 3G (B1/​B2/​B4/​B5/​B6/​B8/​B19), 4G (B1/​B2/​B3/​B4/​B5/​B6/​B7/​B8/​B9/​B12/​B17/​B18/​B19/​B20/​B26/​B28/​B32/​B34/​B38/​B39/​B40)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A, LTE-A Pro
Akku 4200mAh, fest verbaut, kabelloses Laden (Qi, reversibel)
Ladeleistung 40W (Huawei SuperCharge), 15W (kabellos)
SAR-Wert 0.64W/​kg (Kopf), 0.99W/​kg (Körper)
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Glas (Rückseite), Metall (Rahmen)
Abmessungen 158×73.4×8.4mm
Gewicht 192g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, IP68-zertifiziert

Display

Das 6.47 Zoll OLED-Display ist sicherlich – neben den vier Kameralinsen – eines der Highlights des P30 Pro. Es löst mit 1080×2340 Pixeln (FHD+) auf und ist äußerst blickwinkelstabil. Die Helligkeit kann überzeugen, auch bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich Inhalte am Display gut erkennen.

Im Jahr 2019 sind Notches, also Bildaussparungen für Vorderkamera und Sensoren, nichts Ungewöhnliches mehr. Das P30 Pro besitzt auch einen Notch, der ist allerdings vergleichsweise klein und stört im Alltagsbetrieb kaum. Durch das zu den Außenseiten hin gebogene Display und das kleine „Kinn“ auf der Unterseite wird eine beachtliche Screen-to-body Ratio erreicht.

Software, Features und Performance

Huawei setzt beim P30 Pro auf die aktuelle Android Version 9 „Pie“ und stülpt darüber die eigene EMUI-Benutzoberfläche. Im Gegensatz zu purem Android ist ein systemweiter „dark mode“ integriert, der vor allem bei OLED-Displays etwas Energie einsparen kann und auch gut aussieht. Hier kann z.B. Googles Pixel-Reihe nur neidvoll rüberblicken, besitzen doch Googles eigene Flaggschiffe (noch) keinen systemweiten „dark mode“.

Ob Huawei das P30 Pro auch in Zukunft mit neuen Android-Versionen versorgen wird, bleibt allerdings abzuwarten. In der Vergangenheit hat der chinesische Marktgigant nicht viele Anstalten gemacht seine Smartphones auf aktuellem Stand zu halten, leider.

EMUI in der Version 9.1 kommt mit zahlreichen Zusatzfeatures daher, viele davon finden sich auch bei aktuellen Flaggschiffen anderer bekannter Hersteller. So erhält man mit der App „Digital Balance“ einen genauen Überblick über die eigene Smartphone-Nutzung. Es können Zeitbeschränkungen für Apps gesetzt oder ein „Ausgrauen“ eingestellt werden. Zudem kann auch die Farbintensität und Farbtemperatur nach eigenen Vorlieben modifiziert werden. Auch ein Einhandmodus wurde integriert – bei der Größe des Geräts ein sehr nützliches Feature.

Personalisierungsmöglichkeiten gibt es in Hülle und Fülle. Im Bereich „Designs“ kann die Oberfläche nach allen nur denkbaren Möglichkeiten umgestellt und nach den eigenen Wünschen geändert werden. Beachten sollte man hierbei dass einige Design kostenlos sind, andere jedoch nicht.

Der optische Fingerabdruck-Scanner befindet sich auf der Vorderseite hinter dem Displayglas. Bei unseren Tests agierte dieser zuverlässig und schnell, wenn auch um Bruchteile langsamer als ein „normaler“ Fingerprint-Reader.

Generell ist das P30 Pro sehr flott unterwegs und steht aktuellen High-End-Geräten der Konkurrenz um nichts nach. Das liegt nicht zuletzt am hauseigenen Octa-Core Kirin 980 SoC, der im topmodernen 7nm-Verfahren hergestellt wird und dadurch noch etwas energiereffizienter als seine Vorgänger rechnen kann. Auch die verbaute Grafikeinheit Mali-G76 ist auf Augenhöhe mit aktuellen Flaggschiffen von Qualcomm. Es konnten keinerlei Ruckler beim grafikintensiven PUBG oder im Multi-Window-Modus ausgemacht werden.

Natürlich unterstützt das P30 Pro auch Wireless Quick Charging, welches das Gerät mit bis zu 15W lädt. Außerdem ist auch das umgekehrte, kabellose Laden möglich (Reverse Wireless Charging), bei dem das zu ladende Gerät auf die Rückseite platziert werden muss. Andere Smartphones lassen sich damit aufladen, allerdings doch sehr langsam.

Dafür kann der 4200mAh-Akku mit dem mitgelieferten Supercharger (40W) sehr zügig geladen werden: 50% waren innerhalb 30-40 Minuten erreicht. Weder beim Laden, noch bei rechenintensiven Anwendungen wird das P30 Pro auf der Rückseite unangenehm warm, somit steht auch langen Spiele-Sessions nichts im Wege.

Eine seröse Beurteilung der Akkulaufzeit lässt sich wohl erst nach einem längeren Testzeitraum beurteilen, aber während des kurzen Tests erschien der Akku sehr verlässlich und sollte auch für Power-User genügend Reserven über den Tag bieten.

Je nach Ausstattung ist das P30 Pro entweder mit 6GB RAM + 128GB oder 8GB RAM + 256GB Speicher erhältlich. Dieser lässt sich auch erweitern, allerdings nur mit Huaweis eigener Speicherkarten-Technologie „Nano-Memory“ – ärgerlich, weil diese nur schwer erhältlich sind.

Kamera

Das Prunkstück des P30 Pro ist sicherlich das rückseitige Kamerasystem, das in Summe aus drei verschiedenen Sensoren und einem sogenannten ToF-Sensor besteht.

Im Detail:

  • 20 Megapixel Weitwinkel, f/2.2, elektronische Bildstabilisierung
  • 40 Megapixel Hauptkamera, f/1.6, optische Bildstabilisierung
  • 8 Megapixel Tele-Linse, f/3.4, optische Bildstabilisierung
  • „Time-of-flight“-Sensor, Lichtlaufzeitmessung für detaillierte 3D-Bildinformationen

Die Vielseitigkeit dieses Kamerasystems beeindruckt auf ganzer Linie. Das fängt schon bei der reaktionsschnellen Kamera-Software an, die zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und Filter anbietet.

Nahezu jede Situation meistert das P30 Pro mit Bravour. Egal, ob man Weitwinkel nutzt oder den 5-fachen optischen Zoom – bei guten Lichtverhältnissen können beide Sensoren überraschend gute, scharfe Aufnahmen liefern.

Auch der 10-fache Digitalzoom kann überzeugen.

Der Nacht-Modus, schon bekannt von der Mate-Serie, sorgt für gute Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen.

Der 40MP-Hauptsensor kann in Kombination mit dem ToF-Sensor ausgewogene Bilder liefern, die auch ein natürliches Bokeh aufweisen.

Die Videofunktionalitäten bieten all das, was man sich 2019 von einem High-End-Modell erwarten kann: 4K, h.265-Unterstützung, 960fps-Zeitlupe, Zeitraffer etc. Hier sollten eigentlich kaum Wünsche offen bleiben.

Fazit

Das P30 Pro macht einfach Spaß. Es ist schnell, tadellos verarbeitet und kann mit seiner Triple-Kamera auf der Rückseite mit allen aktuellen Konkurrenten mithalten. Vielmehr sollte gerade die Vielseitigkeit des Kamerasystems in den Vordergrund gestellt werden, denn diese lässt im alltäglichen Betrieb eigentlich keine Wünsche offen. Auch softwareseitig kann Huaweis EMUI durchaus überzeugen, sinnvolle Features wurden integriert und Programmballast auf ein erträgliches Maß reduziert.

Kleine Patzer leistet sich das P30 Pro dennoch: Der Mono-Lautsprecher lässt sich leicht verdecken, klingt höchstens durchschnittlich und das sollte in dieser Preiskategorie eigentlich nicht mehr vorkommen. Auch der Einsatz von Nano Memory für die Speichererweiterung ist aus Käufersicht kaum nachvollziehbar, hier trumpfen andere Hersteller mit der Verwendung von microSD auf. Und ob Huawei sich bei seinem Flaggschiff endlich einer vernünftigen und zukunftssicheren Software-Updatepoltik verschreibt, bleibt auch abzuwarten.


Angebote für das Huawei P30 Pro



Hinweis: Huawei Austria war so freundlich uns für den Test ein P30 Pro zur Verfügung zu stellen.

AVerMedia AM133 – Das Streamer-Mikrofon im Test!

Es wird immer einfacher (und günstiger) hochwertige Videoaufnahmen zu erstellen. Günstige DSLR-Kameras oder sogar Smartphone-Kameras sind inzwischen gut genug für beliebte Vlogger- bzw. Social-Media-Plattformen. Aber die Wichtigkeit einer kristallklaren Tonaufnahme ist nicht zu unterschätzen. Doch gerade die Tonebene kann bei den verbauten Mikrofonen nicht mit der Videoqualität mithalten. Deswegen ist für Content-Ersteller ein externes Mikrofon unverzichtbar. Ob das brandneue Streamer-Mikrofon AM133 von AVerMedia hier die richtige Wahl ist, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

tl;dr: Das AVerMedia AM133 ist ein kleines und dadurch portables Mikrofon und sollte genau in diesem Bereich eingesetzt werden. Für aufwändige, stationäre Studio-Set-Ups gibt es bessere Lösungen am Markt, wer allerdings viel unterwegs ist, dem bietet das AM133 genau die richtige Balance aus Tonqualität, Mobilität und Preis. Allein der wackelige Standfuß trübt den positiven Gesamteindruck etwas.

Lieferumfang

AVerMEdia legt dem AM133-Mikrofon alles bei, was für einen schnellen und unkomplizierten Start benötigt wird:

  • AM133-Mikrofon
  • Metall-Standfuß
  • Halterung für Zubehörschuh an der Kamera
  • Fell-Windschutz
  • 3,5mm auf 3,5mm Klinkenkabel
  • 3,5mm auf 3,5mm Klinkenkabel mit separatem Kopfhörereingang
  • Transporttasche
  • Quick Guide

Gerade die Transporttasche erweist sich im Alltag als sehr nützlich Beigabe, denn es können alle Einzelteile schnell und bequem verstaut werden.

Aufbau, Design und Verarbeitung

Der Zusammenbau gestaltet sich äußerst einfach und unkompliziert. Das Mikrofon wird in die gummierte Halterung gesteckt und wird dann, je nach Anwendungszweck, entweder mittels einer Gewindeschraube an den Standfuß befestigt oder direkt an den Zubehörschuh einer Kamera gesteckt.

Das Mikrofon lässt sich auch nach oben oder unten neigen, bleibt dabei aber immer sicher in der Halterung. Leider ist der mitgelieferte Standfuß etwas wackelig und könnte noch etwas stabiler sein. Abhilfe schaft hier nur ein kleines Gewicht. Zumindest kann man das Mikrofon dank der kleinen Ausmaße mit Standfuß schnell überall hinplatizeren.

Das unidirektionale Mikrofon selbst fühlt sich wertig an und es lassen sich keine Verarbeitungsmängel feststellen. Die vergoldeten Steckeranschlüsse runden das positive Gesamtbild ab.

Detaillierte Spezifikationen

Typ Einzelmikrofon
Wandlerprinzip Kondensator
Richtcharakteristik Niere
Anschluss Klinkenstecker (3.5mm)
Frequenzbereich 20Hz-16kHz
SPL max. 110dB
Spannungsversorgung USB
Abmessungen 70x83x132mm
Gewicht 80g
Besonderheiten Tischmikrofon

Verbindung

Das Mikrofon lässt sich ausschließlich über einen 3,5mm Klinkenanschluss verbinden. Erfreulicherweise legt AVerMedia ein zweites Kabel bei, welches auch noch einen zusätzlichen 3,5mm Kopfhörereingang besitzt um den Ton bei den Aufnahmen besser auspegeln zu können.

Allerdings sollte bedacht werden, dass gerade bei der (auch beworbenen) Nutzung mit einem Smartphone oftmals noch ein separater Adapter notwendig ist, da der Großteil der aktuellen Smartphones keinen 3,5mm-Audioanschluss mehr besitzen. Dieser USB-C-auf-3,5mm-Dongle ist aber leider nicht im Lieferumfang enthalten.

Sound

Der folgende, kurze Vergleichstest soll die Soundqualität bzw. -unterschiede verdeutlichen. Dabei wurde das AM133-Mikrofon und ein Smartphone Mikrofon verwendet.

Obwohl das Smartphone-Mikrophon dank automatischer, softwareseitiger Rauschunterdrückung überraschend gute Ergebnisse liefert, zeigt das AM133-Mikrofon hier seine Stärken: Der Ton ist klarer, vor allem in den Höhen, die Stimme (des Vortrags) besser zu verstehen. Allgemein sind mehr Toninformationen vorhanden, die sich dann in der Nachbearbeitung besser auspegeln lassen. Das verdeutlicht, dass gerade Nutzer, die sich ernsthaft mit Content-Erstellung auseinandersetzen wollen, unbedingt auf ein externes Mikrofon, wie das AVerMedia AM133, setzen sollten.

Fazit

Das kleine AM133-Mikrofon liefert das ab, was man sich in dieser Preisklasse – rund 80 Euro – erwarten kann: Tadelloser Sound und gute Verarbeitung. AVerMedia spricht aber vor allem preisbewusste Nutzer an, die viel unterwegs sind und deswegen eine portable, zuverlässige Komplettlösung bevorzugen. Der etwas wackelige Standfuß und der fehlende USB-C-Audio-Dongle trüben den sehr positiven Gesamteindruck etwas.


Angebote für das AVerMedia AM133

5-fache Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 21. März 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!



Hinweis: AVerMedia war so freundlich, uns für für die Verlosung und für den Test Mikrofone zur Verfügung zu stellen.

Doogee BL12000 Pro im Test

Der hierzulande eher unbekannte chinesische Smartphone-Hersteller Doogee versucht mit Nischenproduten die Aufmerksamkeit am europäischen Markt zu bekommen. In einem vorangegangen Test haben wir schon das Outdoor-Smartphone S30 testen können. Diesmal sehen wir uns das Akku-Monster BL12000 Pro an, welches mit einem 12000mAh-Akku eher an eine Powerbank erinnert, als an ein Smartphone. Wie sich das Gerät im Alltag schlägt, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

tl;dr: Das Doogee BL12000 Pro ist ein Schwergewicht und damit sicherlich für viele nicht besonders attraktiv. Ärgerlich sind die falschen Angaben bei Akku und Kamera. Zwar kann der Akku trotzdem überzeugen, jedoch wird die Mobilität doch ziemlich eingeschränkt dadurch. Die restliche Verarbeitung und Ausstattung gehen in Ordnung für diese Preisklasse (~ 300€). Trotzdem wird es dieses Gerät, im wahrsten Sinne des Wortes, schwer haben viele Fans zu finden.

Lieferumfang

Einige kleine Überraschungen sind in der schwarzen Verpackung zu finden: Micro-USB-Kabel, Quick Charge (3.0)-Ladegerät, OTG-Kabel, Bedienungsanleitung, SIM-Tool, Schutzhülle, zwei Displayschutzfolien mit Microfasertüchern und eine Silikon-Schutzhülle. Vor allem letztere sind keine Selbstverständlichkeit und damit umso erfreulicher.

Design und Verarbeitung

Das BL12000 Pro – in blau und schwarz erhältlich – bringt mit Hülle stolze 335g (mit beigelegter Silikon-Hülle) auf die Waage. Das macht sich natürlich auch bei den Dimensionen bemerkbar: 162×74.7×14.6mm. Damit erinnert das BL12000 Pro eher an eine Powerbank als an ein Smartphone. Zum Vergleich: Ein Tablet, wie z.B. das aktuelle Apple iPad, wiegt nur rund 100g mehr.

Durch dieses schwere und klobige Design in Verbindung mit rutschigen Materialien (Aluminium, Glas und Kunststoff) wird das Halten und Navigieren schnell sehr anstrengend. Erwähnenswert ist aber auch, dass das BL12000 Pro sich auch mit erheblichen Kraftaufwand nicht verbiegen lässt, auch kein Knarren oder Knarzen ist zu vernehmen.

Der Fingerprint-Reader auf der Rückseite ist dagegen optimal positioniert, sehr leicht ertastbar und damit auch im Alltagsbetrieb sehr angenehm zu benutzen. Die Entsperrgeschwindigkeit ist durchwegs flott, die Erkennungsrate hoch – nur aktuelle Flaggschiffe sind da zuverlässiger und schneller.

Erfreulicherweise ist ein Audio-Klinkenanschluss auf der Oberseite zu finden, nicht mehr so selbstverständlich im Jahr 2018. Praktischerweise gibt es auch eine Benachrichtungungs-LED, die dank Leuchtstärke zu überzeugen vermag.

Etwas enttäuschend, wenn auch weniger überraschend in dieser Preisklasse, ist die Tatsache, dass kein USB-Anschluss des Typs C verbaut wurde. Die Lautsprecher auf der unteren Seite können sehr laut werden, aber durch die Positionierung leider auch sehr leicht verdeckt werden.

Detaillierte Spezifikationen

OS Android 7.1
Display 6.0″, 2160×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS, kapazitiver Touchscreen
Kamera hinten 16.0MP, f/​2.0, Phasenvergleich-AF, Dual-LED-Blitz (Hauptkamera); 0.3MP, Tiefenschärfe (Zweitkamera)
Kamera vorne 16.0MP (Hauptkamera); 8.0MP, Weitwinkelobjektiv (Zweitkamera)
Schnittstellen Micro-USB-B 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n, Bluetooth 4.0
Sensoren Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Lichtsensor, Fingerabdrucksensor (hinten)
CPU 4x 2.30GHz Cortex-A53 + 4x 1.65GHz Cortex-A53 (Mediatek MT6763T Helio P23, 64bit)
GPU Mali-G71 MP2
RAM 6GB
Speicher 128GB, microSD-Slot (shared, bis 256GB)
Navigation A-GPS
Netze GSM (850/​900/​1800/​1900), UMTS (900/​2100), LTE (B1/​B3/​B7/​B8/​B20)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Bandbreite (Download/Upload) 300Mbps/​100Mbps (LTE)
Akku 12000mAh, fest verbaut
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Kunststoff (Rückseite), Metall (Rahmen)
Abmessungen 162×74.7x14mm
Gewicht 313g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, Quick Charge (max. 36W)

Display

Sehr leuchtstark und mit realistischer Farbwiedergabe präsentiert sich das 6-Zoll-FHD-Plus-Display im 18:9-Format. Das sorgt auch für gute Les- und Bedienbarkeit auch im Freien bei Tageslicht. 5-Touch-Fingereingaben werden zuverlässig erkannt.

Auf der Vor- und der Rückseite sind werkseitig auch Schutzfolien angebracht. Zieht man aber die Displayschutzfolie auf der Vorderseite ab, so offenbart sich leider eine sehr spiegelnde und etwas widerspenstige Displaybeschichtung, die das smartphonetypische Wischen doch eher erschwert. Die Rückseite wiederum ist dann doch aus Kunststoff gefertigt und nicht aus Glas. Das trübt die Verarbeitungsqualität.

Software, Features und Performance

Android in der Version 7.1 ist auf dem Gerät installiert, Sicherheitspatch Jänner 2018. Mit Updates sollte man allerdings nicht rechnen, da die meisten Smartphones aus China hier keinerlei Anstalten machen, das Betriebssystem aktuell zu halten. Zwar lässt sich zwar die Sprache des Systems auf Deutsch stellen, jedoch finden sich zahlreiche Übersetzungsfehler bzw. überhaupt nicht übersetzte Texte.

Allgemein lässt sich die Performance als durchschnittlich bis gut bezeichnen. Gelegentlich gibt es kurze Nachdenkpausen beim Öffnen von Apps und Mikro-Ruckler gehören auch zum Alltag. Aber trotzdem kommt man im Alltag gut zurecht, wenn man auf grafikintensive Spiele verzichtet.

Die Standorterfassung über GPS funktioniert dagegen reibungslos.

Ein paar zusätzliche Software-Features sind auch mit dabei. Dabei erweisen sich vor allem die detaillierten Änderungsmöglichkeiten bei der Farbtemperatur als hilfreich. Hier kann man sich das etwas kühlblau eingestellte Display nach Belieben einstellen.

Auch die „Gestures“ sind praktisch, Screenshots mit einer 3-Finger-Wischbewegung nach unten könnten mehr Smartphones vertragen.

Kamera

Wer glaubt hier ein modernes Dual-Kamera-System zu bekommen, der wird gleich auf mehreren Ebenen enttäuscht. Denn es ist nur eine Kamera verbaut, die andere ist eine Attrappe. Damit gibt es keinen optischen Zoom oder ähnliches. Der 16MP-Sensor verfügt auch über keine optische Bildstabilisierung, die elektronische Stabilisierung funktioniert mehr schlecht als recht.

Die Frontkamera dagegen besitzt wirklich zwei Sensoren. Die erste Kamera löst mit 16MP auf. Der zweite Sensor hat zwar nur noch 8MP, dafür wird in einen Weitwinkelmodus mit 133° umgeschaltet, der aber auch einen sichtbaren „Fisheye“-Effekt mit sich bringt.

Trotz dieser Tricksereien lassen sich brauchbare Fotos über die Kameras schießen. Gerade bei guten Lichtverhältnissen und einer ruhigen Hand können gute Ergebnisse erzielt werden. Mit den Kameras von aktuellen Top-Smartphones kann das BL12000 Pro allerdings nicht mithalten.

Als Vergleichskamera wurde die des Google Pixel 2 hinzugezogen

Links: Doogee BL12000 Pro | Rechts: Google Pixel 2

Akkulaufzeit

Die Hauptattraktion, der 12.000mAh-Akku, ist leider auch eine Mogelpackung. Wie die Kollegen von chinahandys.net und chinamobilemag.de feststellen mussten, handelt es sich entgegen den offiziellen Angaben (und auch in der Namensgebung) um einen 10.000mAh-Akku. Vertrauensbildene Maßnahmen sehen anders aus.

Nichtsdestoweniger sind lange Standby-Zeiten oder lange Video-Sessions trotzdem möglich. In einem Testlauf war es möglich mit moderater, täglicher Nutzung 9 Tage mit einer Akkuladung durchzukommen.

Zudem sind die Ladezeiten dank mitgelieferten Quick Charge 3.0-Netzteils verhältnismäßig kurz. In knapp 3,5 Stunden war der Akku vollständig geladen.

Fazit

Das Schwergewicht BL12000 Pro ist ein ambitioniertes Smartphone, das bewusst eine Nische besetzen will. Wer, aus welchen Gründen auch immer, auf eine lange und zuverlässige Akkuleistung angewiesen ist, dem liefert Doogee das passende Smartphone. Zwar sind die vollmundigen Angaben zur Akkuleistung wohl nicht ganz korrekt, trotzdem kann man schwer über die lange Standby-Zeit meckern. Ärgerlicher ist da defintiv die schwache Rückkamera, die nicht ansatzweise das hält, was sie verspricht (DUAL-Kamera) und durchaus bewusst zu täuschen versucht.

Aber die Lade-Funktion mittels USB-OTG-Adapter, die solide Performance und das leuchtstarke und blickwinkelstabile Display können dennoch überzeugen. Für rund 300€ ist das Gesamtpaket also nicht schlecht und dank Powerbank-Feature besitzt das BL 12000 Pro auch ein Alleinstellungsmerkmal – ob das aber reicht um willige Käufer anzusprechen, bleibt fraglich.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 26. Juli 16:59 möglich. 

Hinweis: Doogee war so freundlich, uns für für die Verlosung und für den Test jeweils ein BL12000 Pro zur Verfügung zu stellen.

Geizhals.at und durchblicker.at kooperieren bei Handy-Tarifvergleich

Gemeinsam durch den Handy-Tarif-Dschungel

Meistens ist es keine leichte Entscheidung: Das neue Smartphone mit Vertrag beim Mobilfunkbetriber vermeintlich günstig bekommen oder doch selbst kaufen mit einem SIM-Only-Tarif. Doch wo spart man wirklich Geld? Dieser Frage haben wir uns gemeinsam mit dem beliebten Tarifvergleichsportal durchblicker.at angenommen und liefern die transparente und einfache Lösung.

Mit dem neuen, erweiterten Handytarifvergleich von geizhals.at und durchblicker.at kann man somit ab sofort tagesaktuell Preise für Smartphones mit und ohne Vertrag vergleichen. Damit bietet dieser umfassende Mobilfunk-Vergleich in Österreich tagesaktuelle Preis-Informationen zu über 130 Smartphone-Modellen und mehr als 2,5 Millionen Handy-Tarif-Kombinationen.

Über 200 Euro Ersparnis bei iPhone X und Samsung Galaxy S9

Der erweiterte Vergleich zeigt: Bei 10 aktuellen Smartphones fahren Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) derzeit mit SIM-Only-Tarif und vertragslosem Handy am günstigsten. Die jeweilige Ersparnis beträgt über eine Laufzeit von 24 Monaten bis zu 290 Euro.

Das aktuell günstigste Vertragsangebot für das iPhone X (64 GB) für Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS, 20 GB Highspeed-LTE) kommt derzeit auf monatliche Effektivkosten von 66,60 Euro. Der günstigste Händler bietet das iPhone X derzeit (Stand 23.04) um 998 Euro an. Kombiniert mit einem für Power-User attraktiven SIM-Only-Tarif um 15 Euro pro Monat ergibt dies hochgerechnet auf 24 Monate Effektivkosten von 57 Euro pro Monat. Damit ist die SIM-Only-Variante über eine 24 monatige Laufzeit um mehr als 230 Euro günstiger als ein Vertragshandy.

Ähnlich ist die Situation beim neuen Samsung Galaxy S9, das seit März am Markt ist: Die Mobilfunker bieten das S9 für Power-User ab effektiv 52,58 Euro pro Monat an. Ein vertragsloses Handy selbst zu erwerben und mit einem SIM-Only-Tarif zu kombinieren bringt in diesem Fall eine Ersparnis von rund 9 Euro pro Monat oder 205 Euro über die Laufzeit.

 

In den monatlichen Effektivkosten sind alle einmaligen und laufenden Kosten anteilig enthalten, die über den Zeitraum von 24 Monaten anfallen. Dazu zählen gestützter Gerätepreis, Aktivierungsgebühren, Servicepauschale und monatliche Grund- bzw. Paketgebühren. Automatisch abgezogen werden Vergünstigungen durch Marketing-Aktionen oder den Kauf im Webshop des jeweiligen Anbieters.

Der erweiterte Tarifvergleich ist ab sofort online verfügbar unter:

https://durchblicker.at/handy-mit-tarif