Mittendrin statt nur dabei – Oculus Rift im Einzeltest

Ging es bislang um das reine Erfahren der virtuellen Welt, nimmt man beim Spiel “Lucky’s Tale” selbst das Steuer in die Hand. Das Jump-and-Run-Spiel ist im Oculus-Basispaket enthalten und kann gratis heruntergeladen werden.

Lucky’s Tale

Gratis mit dabei: Das Jump’n’Run “Lucky’s Tale”

Über das Xbox-Gamepad lenkt man den kleinen Fuchs Lucky durch eine bunte Welt, die auch ins Kinderfernsehen passen würde. Beim Rennen, Hüpfen und Münzensammeln kommt die virtuelle Perspektive besonders zumTragen, denn die Kamera folgt jeder Bewegung, die der knuddelige Fuchs vollführt. Das hat man zwar so oder sehr ähnlich schon in zahllosen Videospielen gesehen – doch durch die VR-Brille wirkt selbst diese simpel aufgebaute Spielewelt beeindruckend und neu. So kann man zum Beispiel versteckte Münzen finden, indem man den Kopf leicht zur Seite neigt. Überhaupt wirkt die Comicwelt plötzlich viel plastischer und greifbarer als bei herkömmlichen Videospielen, weil man per HMD mittendrin im Geschehen ist. Hat man sich jedoch an die neue Perspektive gewöhnt, entpuppt sich “Lucky’s Tale” jedoch als sehr einfaches Spiel, das sich vor allem an Kinder richtet. Deutlich anspruchsvoller geht es dagegen beim Weltraum-Spektakel “EVE: Valkyrie” zu. Dabei setzt sich der Spieler in das Cockpit eines hochmodernen Raumschiffs und fliegt durch das All.

Immersion der spektakulären Art: Das Weltraum-Abenteuerspiel “EVE: Valkyrie”

Immersion der spektakulären Art: Das Weltraum-Abenteuer “EVE: Valkyrie”

Ähnliche Titel gibt es zuhauf für den PC und Konsolen – doch die Oculus-Hardware macht auch dieses Spiel zu etwas Besonderem: Selten hat man sich so sehr im Geschehen gefühlt wie bei “EVE: Valkyrie”. Selbst Aktionen, die für geübte Videospieler banal wirken, wie das Ausdocken aus einer Raumstation oder das Durchfliegen eines Asteroidenfelds, werden dadurch zu beeindruckenden Erlebnissen. Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn man über einen herkömmlichen Bildschirm verfolgt, was der Spieler in der VR-Brille sieht. Auch die Flugmanöver im Weltraum wirken in der Oculus Rift viel echter: Obwohl man sich in der realen Welt nicht vom Fleck bewegt, vermeldet der Bauch etwa bei einer Rollbewegung des Raumschiffs das Gefühl von Bewegung – der VR-Helm hat die Wahrnehmung erfolgreich ausgetrickst. Für manche ist das jedoch ein Nachteil, denn Personen, die keinen belastbaren Magen haben, können vom Herumdüsen im Weltall tatsächlich Übelkeit bekommen. Und auch für geübte VR-Piloten entsteht eine gewisse Umgewöhnungszeit, nachdem man das HMD abgenommen hat und wieder in der echten Welt angekommen ist.

Ein Gedanke zu “Mittendrin statt nur dabei – Oculus Rift im Einzeltest

  1. Ich würde das Teil sofort kaufen – der Preis wäre für mich Hinderniss. Aber der Online-Zwang aus „analytischen Gründen“ ist für mich ein no-go. Entweder ich erwerbe Etwas und es gehört mir und ich kann es verwenden wie, wann und wo ich es möchte OHNE dass BigBrother hinter mir steht – oder ich lasse es sein. Auch wenn es beinahe „schmerzt“ weil ich das Gefühl nur zu gern erfahren würde. Aber c’est la vie …

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