Overwatch – 21 Helden für ein „Hell, yeah!“

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Mit Shootern – und vor allem deren Spielern – ist das so eine Sache…auf der einen Seite werden beharrlich neue Wege für das Genre gefordert, während andererseits die jährlichen Ableger von Call of Duty immer beeindruckendere Verkaufszahlen und Umsätze generieren. Nun veröffentlicht ausgerechnet Blizzard – die heilige Kuh vieler Spieler – mit Overwatch einen Shooter, der vieles anders machen will. Doch bedeutet „anders“ zwangsläufig auch „besser“?

Blizzard gilt als Entwickler von zeitlosen Klassikern und Spielen, die die gesamte Videospielwelt verändert haben – von Diablo über StarCraft bis hin zu World of WarCraft erstreckt sich das Portfolio des amerikanischen Studios über viele unterschiedliche Genres. Als die Entwickler 2014 mit Overwatch ihr neues Projekt in Form eines kurzen Trailers angekündigt hatten, war die Begeisterung fast so groß wie die Spekulationen rund um den Titel. Mittlerweile ist klar, dass es sich bei Overwatch um einen team-basierten Taktik-Shooter handelt, der das Geschehen aus der Ego-Perspektive zeigt. Entgegen der Gerüchte, die im Vorfeld von einem Free-to-Play-Modell sprachen ist das Spiel zum Vollpreis für PC, PS4 und Xbox One erschienen.

In Overwatch treten zwei Teams – bestehend aus jeweils sechs Spielern – in unterschiedlichen Spielmodi gegeneinander an. Jeder Spieler übernimmt dabei die Kontrolle über einen von 21 frei wählbaren Helden – und hier wird’s interessant, denn jeder dieser Helden verfügt über komplett eigene Fähigkeiten. Tanks halten besonders viel Schaden aus, offensive Einheiten sind stark im Angriff, Konstrukteure können Geschütze auf den Maps verteilen, die selbstständig feuern und Support-Einheiten unterstützen ihre Teammitglieder durch zusätzliche Rüstung oder Heilung. Jeder der 21 Helden verfügt über sein eigenes Design, spezielle Waffen und eine ultimative, sehr starke und unter Umständen spielentscheidende Fähigkeit, die ihn einzigartig macht und dafür sorgt, dass genug Abwechslung geboten wird. Der gewählte Held ist außerdem jederzeit während des Spiels durch einen anderen austauschbar, was für mehr Dynamik in den Partien sorgt.

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Die Spielmodi, die derzeit zur Verfügung stehen und zufällig ausgewählt werden, bestehen aus bekannten Klassikern – Team A muss beispielsweise einen Punkt einnehmen, während Team B versucht, diesen zu verteidigen oder eine Fracht soll von Punkt A nach Punkt B eskortiert werden. Unabhängig vom Spielmodus steht dabei immer das gemeinsame Vorgehen im Mittelpunkt – Solisten, die alleine vorpreschen und das gegnerische Team auseinandernehmen wollen, werden in den meisten Fällen erfolglos bleiben. Nur wer sich gut koordiniert und gemeinsam mit seinen Teammitgliedern vorgeht, wird am Ende als Sieger vom Feld gehen.

Am Ende jeder Runde werden Erfahrungspunkte verteilt, wodurch der Spieler nach und nach höhere Levels erreicht. Und jeder weiß: kein Level-Up ohne Belohnung – in Overwatch ist die Belohnung immer eine Lootbox, die zusätzliche Extras für die Helden, wie neue Outfits, Sprüche oder Bilder für das eigene Profilbild enthält. Ungeduldige können diese Lootboxen auch gegen Echtgeld erwerben – da es sich dabei aber um rein kosmetische Verbesserungen handelt, die nichts am Spielgeschehen ändern, stellt das für die Balance des Spiels kein Problem dar.

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Klingt soweit eigentlich alles nicht ganz so neu und anders – und das ist es auch nicht. Blizzard gelingt es mit Overwatch einfach, aus einzelnen bekannten Bausteinen ein extrem stimmiges Gesamtpaket zu schaffen. Die bunte, comichafte Präsentation wirkt wie aus einem Guss und das Design der einzelnen Helden fügt sich perfekt darin ein. Das Gunplay funktioniert einwandfrei und die Fähigkeiten nahezu aller Helden lassen sich sinnvoll miteinander kombinieren. Es gelingt dem Spiel, zu motivieren, auch andere Helden auszuprobieren um neue und effizientere Herangehensweisen zu finden. Spielt man Overwatch zusammen mit Freunden, entsteht so eine unglaublich spaßige Atmosphäre, die schnell zum berühmten komm-eine-Runde-geht-noch-Effekt führt, bei dem man am Ende feststellt, dass man eigentlich vor Stunden aufhören wollte zu spielen.

Bei allem Spielspaß, den Overwatch bereits jetzt bietet, steht und fällt der Erfolg des Spiels aber mit der Frage, wie gut Blizzard das Spiel langfristig mit neuen Inhalten versorgen wird. Da das Spiel zum Vollpreis erscheint, wird es keinen Season Pass für Overwatch geben und neue Inhalte sollen künftig für alle Spieler kostenlos erscheinen. Bereits im Juni will Blizzard mit dem Competitive Mode einen neuen Spielmodus integrieren – weitere Spielmodi, Helden und Maps sind in Planung. Wer noch skeptisch ist, sollte die künftige Versorgung mit neuen Inhalten lieber noch abwarten, doch auch jetzt macht Overwatch vor allem gemeinsam mit Freunden unverschämt viel Spaß. Chapeau, Blizzard – you did it again!

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