Werbung – eine Hassliebe

Gleich vorweg: ich bin einer derjenigen, denen ihr Werbung auf Geizhals zu „verdanken“ habt. Weder schäme ich mich dafür, noch bin ich stolz darauf. Es ist mein Job, der mir aber glücklicherweise auch Spaß macht.

Warum liebe ich Werbung?

Weil sie Produkte/Services finanziert, die ich oft und gerne nutze aber sonst bezahlen müsste. Weil sie mich schon auf Ideen gebracht hat, die ich dann letztendlich umgesetzt habe. Weil sie mich manchmal auf Dinge aufmerksam macht, die ich davor nicht gewusst habe. 

Warum hasse ich Werbung?

Ich bin nicht nur Werbeplatzverkäufer, ich bin auch ein normaler User. Und wenn Werbung aufdringlich und laut ist, vielleicht sogar den Content verdeckt um einen Klick zu erzwingen, dann bin ich auch ein Gegner dieser Art von Werbung. Und ganz besonders hasse ich es, wenn ich Werbung auf Kanälen sehe, die ich bereits mit Zwangsgebühren mitfinanziert habe. Ja, ihr habt richtig geraten. Damit ist der Küniglberg gemeint.

Kommen wir nun zum eigentlichen Thema: Werbung auf Geizhals

Geizhals ist ein Unternehmen, das einen Service anbietet den monatlich rund 2.6 Millionen User in Anspruch nehmen. Dieser Service besteht aus der Listung und der Vergleichsmöglichkeit von über 130 Millionen Angeboten (Stand 02/15). Man mag es kaum glauben, aber diese gewaltige Datenmenge wird von echten Menschen verwertbar gemacht, sprich gehegt und gepflegt. Für die Weiterleitung von potenziellen Käufern werden Kosten für die gelisteten Händler in Rechnung gestellt. Das ist die Haupteinnahmequelle von Geizhals. War kein Geheimnis, ist aber immer wieder interessant zu lesen.

Aber wie heißt es so schön und richtig „Auf einem Bein steht man nicht allzu gut“. Fast jedes Business ist heutzutage schnelllebig. Langjährige Kunden und somit auch wichtige Einnahmequellen können von heute auf morgen wegfallen. Um dieses Risiko zu minimieren, setzen wir zusätzlich auf die Vermarktung von Werbeflächen. Aber – und das wollen wir betonen – uns sind die User, also ihr, noch immer viel wichtiger als die Befüllung (sprich Monetarisierung) eines jeden einzelnen Werbeplatzes. Kurz gesagt: wir haben lieber mehr User als Banner. Glücklicherweise wissen das auch unsere Werbepartner zu schätzen, da sie sich mit ihren beworbenen Produkten auf Geizhals nicht im intensiven Kampf um Aufmerksamkeit befinden.

Bannerwerbung wird auch weiterhin ein kommerzielles Standbein von Geizhals bleiben. Aber es wird nie Ausmaße annehmen, die man zum Beispiel bei Onlinezeitungen kennt und auch oftmals zu Recht hasst. Bei meiner Ehr´;)